Armut in Österreich
Aktuelle Armutszahlen
Daten aus EU-SILC 2025 (veröffentlicht im April 2026)
Armutsgefährdungsschwelle
Die aktuelle Armutsgefährdungsschwelle (60% des Median-Einkommens) beträgt 1.827€ monatlich für einen Einpersonen-Haushalt (12 Mal im Jahr) bzw. 21.928€ im Jahr. Der Wert erhöht sich um den Faktor 0,5 pro weitere erwachsene Person im Haushalt und um den Faktor 0,3 pro Kind (unter 14 Jahre) im Haushalt.
| Haushaltstyp | Faktor | Monatswert |
| 1-Personen-Haushalt | 1,0 | 1.827 € |
| 1 Erwachsene/r + 1 Kind | 1,3 | 2.376 € |
| 2 Erwachsene | 1,5 | 2.741 € |
| 2 Erwachsene + 2 Kinder | 2,1 | 3.837 € |
2% der öster. Bevölkerung (148.000 Menschen) leben in Armut und sozialer Ausgrenzung (manifeste Armut). Für sie kommen wenig Geld und schlechteste Lebensbedingungen zusammen, treten Einkommensarmut und erhebliche materielle & soziale Deprivation gleichzeitig auf. Ist ein Hinweis auf schwierigste finanzielle und soziale Lebensbedingungen.
2,9% der öster. Bevölkerung (261.000 Menschen) sind "erheblich materiell depriviert" (deprivare heißt „beraubt sein an“), darunter fallen Haushalte, die ein so ein geringes Einkommen haben, dass wesentliche Güter/ Lebensbereiche nicht leistbar sind - z.B. Waschmaschine, Wohnung angemessen warm zu halten, unerwartete Ausgaben zu tätigen, Freunde einzuladen, … Zeigt soziale Ausgrenzung und mangelnde Teilhabe an, geht von Mindestlebensstandards aus.
> Gesunken auf Niveau vor der höchsten Teuerung (2022, 2023)
15,9% der öster. Bevölkerung (1.441.000 Menschen) sind armutsgefährdet, d.h. haben ein Einkommen unter der Armutsschwelle (Einkommensarmut). à zeigt soziale Ungleichheit an, wie stark die Ärmeren von der Mitte der Gesellschaft & des Wohlstands „abgehängt“ sind, sagt nichts über konkrete Lebensbedingungen aus.
Ist gestiegen. Die obersten und mittleren Haushaltseinkommen haben stärker von Lohnsteigerungen und Sozialleistungen profitiert als das untere Einkommensdrittel, am wenigsten die ärmsten 15%.
18,8% der öster. Bevölkerung (1.699.000 Menschen) sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, d.h. das Einkommen liegt unter der Armutsschwelle oder die Personen sind erheblich materiell depriviert oder leben in Haushalten mit keiner/ sehr geringer Erwerbsintensität.
Besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht sind neben Kindern (24%), Arbeitslose (60%), Alleinerziehende (48%) und alleinstehende Frauen in der Pension (30%). Mit großen Problemen sind Menschen mit chronischer Erkrankung konfrontiert. Und die hohen Wohnkosten bringen viele an den Rand. Die Belastung mit Wohnkosten ist von 1,2 Millionen (13%) im Jahr 2022 auf 2,6 Millionen (29%) gestiegen.
Eine Übersicht zu den aktuellen Armutszahlen findet sich auf der Website der Statistik Austria
Details im Tabellenband: EU-SILC 2025 Tabellenband
