Aviso Workshops "Tu was gegen Beschämung!"

Strategien für mehr Anerkennung und Gesundheit

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Freitag, 17. Mai 2019 (9.30-16.30h) im Lebensraum in Bregenz
Donnerstag, 23. Mai 2019 (9.30-17.00h) im Festsaal der Caritas in Graz
Dienstag, 28. Mai 2019 (9.30-17.00h) in der AK in Linz

Armut und fehlende Gesundheitsversorgung sind eng miteinander verknüpft. Das hat nicht nur damit zu tun, dass jemand unzureichend versichert ist oder Gesundheitsleistungen Geld kosten. Es liegt auch am Umgang mit Armutsbetroffenen: Beschämung, Abwertung und fehlende Anerkennung gehören für viele Menschen zum Alltag, wenn sie mit dem Gesundheitssystem zu tun haben, in der Kommunikation mit medizinischem Personal oder mit Ämtern . Andauernde Beschämung und Abwertung schwächen und machen psychisch und körperlich krank, und führen zum Beispiel dazu, dass Angebote des Gesundheitswesens weniger genutzt werden. Wer will beim Arztbesuch schon komisch angeschaut oder abwertend kommentiert werden?

„Ich hab schon eine Sozialphobie vor den Ämtern. Es ist einfach demütigend. Am Magistrat hat eine Sachbearbeiterin zu mir gesagt: ‚Warum suchen Sie sich keinen Mann, der Sie erhält?’“, diese und ähnliche Erzählungen wissen viele Betroffene zu teilen.

In dem Projekt „Gesundheitsförderung zwischen Wertschätzung und Beschämung – GWB.“ erarbeiten wir, die Armutskonferenz (ein Netzwerk von sozialen Organisationen) und die Plattform „Sichtbar Werden“ (ein Zusammenschluss von Menschen mit Armutserfahrungen) Strategien gegen Beschämung und ihre gesundheitlichen Folgen.

Wir überlegen uns, was wir gegen Beschämung machen können. Wir entwickeln Strategien, wie wir Beschämung vermeiden, und mit Beschämungserfahrungen besser umgehen können.

Einige dieser Strategien (Lösungsorientierte Kommunikation, Begleiten, Rechtsinfos, Mitsprache u.a.) möchten wir in diesem Workshop erläutern, gemeinsam erproben und weiterentwickeln.

Zielgruppe: Die Workshops richten sich in erster Linie an Menschen mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen; die Teilnahme von Professionist*innen (Sozialarbeiter*innen u.a.) ist möglich.

Details zu den einzelnen Workshops werden bis Mitte April bekannt gegeben.