11. Armutskonferenz: 5. - 7. März 2018

ACHTUNG! Die Bedeutung von Anerkennung im Kampf gegen Ungleichheit, Ohnmacht und Spaltung

Montag 5. März 2018 bis Mittwoch 7. März 2018
Bildungszentrum St. Virgil / Salzburg

Armut ist nicht nur ein Verlust an Einkommen. Armut ist stets verbunden mit einem Verlust an sozialem Status. In der Geschichte der Armutsdiskurse werden seit jeher die jeweiligen Verlierer*innengruppen eines grundlegenden sozialen Wandels für ihre verschlechterte ökonomische Lage selbst verantwortlich gemacht, beschimpft und abgewertet. In dieser Arena des Kampfs um Anerkennung kommen die Begleitfolgen sozialen Abstiegs zum Vorschein: soziale Disqualifizierung, verletzte Gerechtigkeitsgefühle, Ohnmachtserfahrungen.

Die 11. Österreichische Armutskonferenz macht die Abwertungsspirale und das Ringen nach Anerkennung, Wertschätzung und Würde zum Thema. Sie nimmt dabei Bezug auf eine langjährige Tradition an theoretischen Beiträgen und Debatten in Armuts- und Verteilungsforschung und bezieht sich auf die unmittelbaren Erfahrungen von Menschen mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen. In den Blick genommen werden auch die Zusammenhänge zwischen mangelnder Anerkennung, gesellschaftlichen Abstiegsängsten und dem Anstieg an gesellschaftlich wahrnehmbaren Aggressionen, die vor allem gegenüber so genannten Randgruppen zum Ausdruck gebracht werden. Wie können wir eine Politik der Umverteilung mit einer Politik der sozialen Anerkennung verbinden?

Programm-Überblick

Montag, 5. März 2018
11.00 „Ideen-Reichtum“ Vor!-Konferenz für junge Armutsforscher*innen
13.00 Betroffenen-Vor!-Konferenz
19.00 Frauen-Vor!-Konferenz

Dienstag, 6. März 2018
9.30 Ankommen
11.00 Eröffnung & Keynotes
13.00 Mittagessen
14.30 Foren
18.00 Abendessen
20.00 chilifish - Die schärfste Band der Welt

Mittwoch, 7. März 2018
9.00 Wie weiter mit der Anerkennung? Inputs und Workshops
13.00 Mittagessen

Foren zu:

▸ Extremismus ▸ Affekte ▸ Wohlfahrtsstaat ▸ Demokratie ▸ Selbstvertretung, ▸ Zentrum – Peripherie ▸ Soziale Diagnostik ▸ Soziale Rechte

Mit

• Brigitte Aulenbacher (JKU Linz) • Ulrich Brand (Universität Wien) • Robert Buggler (Salzburger Armutskonferenz) • Emma Dowling (Friedrich-Schiller Universität Jena) • Kai Dröge (Universität Frankfurt) • Katharina Fischer & Judith Rücker (Projekt „Willkommen in meinen Prekariat“) • Inge Hannemann (Autorin, Bloggerin & Hartz-IV-Kritikerin) • Lisz Hirn (Gesellschaft für angewandte Philosophie) • Eva Nadai (Fachhochschule Nordwestschweiz) • Otto Penz (Universität Wien) • Romy Reimer (Schader Stiftung Darmstadt) • Sieglinde Rosenberger (Universität Wien) • Birgit Sauer (Universität Wien) • Ana-Maria Suarez Franco (FIAN International) • Petra Schmekal (B7 – Arbeit und Leben) • Georg Wiesinger (Bundesanstalt für Bergbauernfragen) • Helga Wolfgruber (Psychotherapeutin Wien) • Michael Wrentschur (InterACT – Werkstatt für Theater & Soziokultur Graz) • Betroffenen-Vertreter*innen der Plattform Sichtbar Werden • u.v.m.

Ein detailliertes Programm wird Ende September 2017 veröffentlicht, ab dann ist auch die Online-Anmeldung möglich.