Newsletter Dezember 2011
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Beate Haselmayer (ORF) erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Fernsehen.
Am letzten Montag vor Weihnachten wurde zum zweiten Mal der „Journalismuspreis von unten“ vergeben. Bewertet und ausgewählt wurden die Beiträge von einer Jury bestehend aus Menschen mit Armutserfahrungen, weshalb alle Ausgezeichneten betonten, den Preis als besondere Ehre zu empfinden, kommt er doch von Menschen, die genau wissen, worum es geht. Es wurden drei Hauptpreise und zwei Anerkennungspreise in den Kategorien Print, Fernsehen und Audio vergeben, sowie ein Sonderpreis in der Kategorie Internet und Social Media.
> Mehr zu Preisverleihung ...
Immer mehr Menschen sind von akuter Armut betroffen
Eine „Armutsbremse“ fordert die Armutskonferenz angesichts des Anstiegs der manifesten Armut auf 511 000 Menschen. „Das Ende der Krise ist nicht mit dem Steigen der Aktienkurse anzusetzen, sondern mit dem Sinken von Armut und sozialer Ungleichheit. Die Krise ist dann vorbei, wenn die Armut sinkt. Wer sozialer Polarisierung mit all ihren negativen Folgen für die ganze Gesellschaft gegensteuern will, muss nicht nur für die Stabilisierung des Finanz- und Bankensektors eintreten, sondern auch für die Stabilisierung des sozialen Ausgleichs."
Umso wichtiger ist es jetzt die richtigen Maßnahmen zu setzen ...
Barabara Krommer (Ö1) erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Radio.
Am letzten Montag vor Weihnachten wurde in Wien zum zweiten Mal der „Journalismuspreis von unten“ vergeben. Die Armutskonferenz schreibt seit 2010 einen Preis aus, der hintergründige und respektvolle Armutsberichterstattung prämiert. Zugelassen waren auch heuer wieder Einreichungen aus Print sowie aus Radio und Fernsehen. Bewertet und ausgewählt wurden die Beiträge von einer Jury bestehend aus Menschen mit Armutserfahrungen, weshalb alle Ausgezeichneten betonten, den Preis als besondere Ehre zu empfinden, kommt er doch von Menschen, die genau wissen, worum es geht.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von
der > Musikerin Maria Stern
Ausgezeichnet wurden Beate Haselmayer (ORF) in der Kategorie Fernsehen, Barbara Krommer (Ö1) in der Kategorie Radio und Sandra Wobrazek (News) in der Kategorie Print. Anerkennungspreise gingen an Stefan Veigl (Salzburger Nachrichten) in der Kategorie Print und an Stefan Hauser (Radio Stephansdom) in der Kategorie Radio. Einen Sonderpreis in der Kategorie Internet und Social Media erhielt Peter Gach.
> Mehr zu Preisverleihung...
> Die Pressefotos aller PreisträgerInnen
Menschen mit Armutserfahrungen aus ganz Europa nehmen an den jährlichen Treffen teil.
Mit den vielfältigen Aspekten und Zusammenhänge von Beschäftigung, Arbeit, Jobs und Armutslagen haben sich die TeilnehmerInnen und Gäste des 10. Europäischen Treffens von Menschen mit Armutserfahrungen, das Mitte Mai 2011 in Brüssel stattfand, beschäftigt.
Neben der thematischen Auseinandersetzung stand auch die Reflexion der Wirkung bisheriger Treffen und entsprechende Stellungnahmen der verantwortlichen Institutionen am Programm. Zentrale Beiträge, Botschaften und Forderungen des Treffens sind in einem Konferenzbericht zusammengefasst, der nun auch in deutscher Übersetzung verfügbar ist.
Mehr zu Beschäftigung, ...
Bericht (PDF) zum 10. Europäischen Treffen von Menschen mit Armutserfahrungen
Arme Haushalte zahlen zwischen 30 und 40 Prozent mehr für die Energie als vergleichbare "normale" Haushalte.
Auch heuer müssen viele Menschen in ihren Wohnungen frieren. Insgesamt können es sich 237 000 Menschen, also drei Prozent der österreichischen Bevölkerung, nicht leisten, ihre Wohnung im Winter warm zu halten, davon 52 000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren. Die Lage verschärft sich: Heute wurde bekannt, dass Haushaltsenergie um 12 % zum Vorjahr gestiegen ist; Brennholz um 4,5%, Fernwärme um 9,9 %, Gas um 13,1%, Heizöl um 21,4%.
Im Durchschnitt geben Haushalte mit einem Monatseinkommen unter 900 Euro 36 Prozent ihres Gesamtbudgets für Wohn- und Heizkosten aus. Je weiter das Einkommen sinkt, desto höher ist dieser Anteil. Die großen Brocken „Wohnen“ und „Energie“ drücken schwer auf einkommensarme Haushalte." Haushalte mit Minimaleinkommen ...
Mehr zu 52.000 Minderjährige ...
Das Hosentaschenbuch "Was heißt hier arm" ist wieder erhältlich
Nachdem die ersten 3000 Stück Anfang des Jahres binnen vier Monaten vergriffen waren, konnte nun ein Nachdruck des Büchleins im praktischen „Pixi-Format“ finanziert werden. Das Buch erfreut sich nicht nur bei PädagogInnen und bei Personen in der Jugendarbeit großer Beliebtheit, da es versucht Fragen zu Armut und sozialer Ausgrenzung kurz und prägnant zu beantworten.
Zu bestellen unter office@armutskonferenz.at
Hosentaschen-Buch als Download (PDF)
Es ist Zeit für neue Wege aus der Krise
In Zeiten der Schuldenbremse und drohender Einsparungen im Sozialbereich ist das Aufzeigen von Alternativen wichtiger denn je. Das von der Armutskonferenz und vielen anderen Organisationen im Rahmen der Allianz "Wege-aus-der-Krise" entwickelten "zivilgesellschaftliche Zukunftsbudget" macht deutlich, dass Budgetkonsolidierung auch anders und mit Zukunftsinvestitionen Hand in Hand gehen kann.
Das Budget sieht Mittel zum Abbau des Defizits, aber auch Investitionen in Bildung, Pflege und nachhaltige Energieformen vor, auch die Sozialleistungen werden ausgebaut und ArbeitnehmerInnen entlastet. Finanziert werden sollen die Ausgaben vor allem durch eine höhere Besteuerung von Vermögen.
Mehr zum zivilgesellschaftlichen Zukunftsbudget ...
Armutsbetroffene zu ihren Ansprüchen der Existenzsicherung im "letzten sozialen Netz" (der BMS - Bedarfsorientierte Mindestsicherung) zu beraten ist eine wesentliche Aufgabe von Beratungsstellen sozialer Non-Profit-Organisationen.
Um soziale Beratungseinrichtungen darin zu stärken ihre KlientInnen in Fragen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung bestmöglich zu unterstützen, organisieren DIE ARMUTSKONFERENZ und das Oberösterreichische Armutsnetzwerk, ein Seminar mit ExpertInnen aus Theorie und Praxis. Ziel ist es zum einen mehr Sicherheit im Umgang mit den Rechtsgrundlagen zu gewinnen. Zum anderen geht es darum, mehr über erprobte Standards der Unterstützung bis hin zum sinnvollen Einsatz von Rechtsmitteln im Beratungsalltag sozialer Organisationen zu lernen.
Wichtig: Dies ist kein EinsteigerInnenseminar in dieses Thema, sondern für MitarbeiterInnen, die schon länger das Sozialrecht täglich anwenden. Dieses Seminar richtet sich an Personen, die im jeweiligen Bundesland tätig sind, da es auf länderspezifischem Recht aufbaut!
Wissensturm Linz: Kärtnerstraße 26, 4020 Linz
02./03. Februar 2012: jeweils 08.30-17.00 Uhr
Die Seminar-Ausschreibung als PDF
Die nächste Armutskonferenz ist nicht, wie in den letzten Jahren, im Frühjahr geplant, sondern wird dieses Mal erst im Oktober 2012 über die Bühne gehen. Sie wird sich mit der Frage der Commons auseinandersetzen, d.h. mit öffentlichen Gütern, Öffentlichem Raum und Fragen der Demokratie in Zeiten der Verknappung, des Ausschlusses und der Kriminalisierung.
Aufgrund der gehäuften Anfragen möchten wir bereits jetzt auf diesen Termin aufmerksam machen und freuen uns über reges Interesse. Weitere Informationen und Details werden Anfang nächsten Jahres veröffentlicht.
Ergebnisse und Videos der letzten Konferenz: Das war die 8.Armutskonferenz
Die 5. Regionale Salzburger Armutskonferenz fand am 20.10.2011 statt.
Die diesjährige Konferenz des Salzburger Netzwerks beschäftigte sich mit Fragen der Ungleichheit und deren Auswirkungen. Der Befund einer immer größerer werdenden Schere zwischen Arm und Reich wurde die These entgegengestellt, dass mehr Gleichheit mehr Glück für alle bedeutet.
Die Berichte des ORF-Salzburg zu den Inputs von Martin Schürz und Margit Appel kann man hier Nachhören.
Martin Schürz hat einen überarbeiteten Text seines Inputs für die Datenbank zur Verfügung gestellt: „Vermögen nach der Krise“
Kontakt: Eva Fahlbusch (0650-46 38 256) oder
Michael Diettrich (0650-92 36 922) - dowas Bregenz
Beratungsstelle Die Fähre: Frühlingsstraße 11a, 6850 Dornbirn
Montag, 16. Jänner 2012: 17.00 - 18.30 Uhr

Termin-Aviso für die nächste Mitgliederversammlung (save the date)
Das Wiener Armutsnetzwerk gründet einen Verein. In der nächsten Mitgliederversammlung am 29.02.2012 (save the date) im WUK wird ab 17:00 Uhr über die Vereinsgründung und die Statuten diskutiert. Danach wird über den Antrag auf Vereinsgründung abgestimmt. Mitglieder des WAN, und alle, die es bis dahin noch werden wollen, können die Statuten ab Ende Jänner auf www.wienerarmutsnetzwerk.at abrufen.
WUK: Währinger Straße 59, 1090 Wien
Mittwoch, 29. Februar 2012, 17.00 Uhr
„Mama hatte ihren Abschied mit Lippenstift auf den Spiegel geschmiert. Fünf Worte ohne Anrede oder Abschied: Ich kann einfach nicht mehr.“
Diese Botschaft am Spiegel, entdeckt Sly, ein 15 jähriger Jugendlicher nach einer Tour durch das Bahnhofsviertel in Frankfurt kurz vor Heiligabend.
Gemeinsam mit seinen drei Geschwistern und dem verwirrten Opa, der bei der Familie lebt, macht sich Sly auf die Suche nach seiner Mutter. In nüchterner, teilweise auch sehr harter und derber Sprache der Jugendlichen, erzählt dieses Buch eine Geschichte von Armut, die anrührt und unter die Haut geht: Im Laufe der Suche nach der Mutter bekommen die LeserInnen einen offenen Einblick in die Lebensrealitäten einer Familie, von denen es viele in Deutschland (und in Österreich) gibt: die dauernden Geldsorgen, der prügelnde Stiefvater, die dunklen Tage von Mama, die kostenintensiven Wünsche, die „was für die anderen sind, aber nicht für uns.“
Ein schöner, schonungsloser und ehrlicher Roman zum Thema Jugendarmut.
Rezension: Judith Pühringer
Empfehlenswerte Unterrichtsmaterialien für PädagogInnen
Pete Smith: Arm sind die anderen. Ueberreuter, ab 14, 160 Seiten, ISBN: 978-3-8000-5635-4
Vom Alltag des gesellschaftlichen Ausschlusses: Das System, das sich weltweit durchgesetzt hat, wäre nicht stabil, wenn es nicht ständig einen ausreichend breiten sozialen Rand reproduzierte. Eine soziale Schicht nämlich, deren Integration - entgegen jeder politischen Rhetorik - nicht vorgesehen ist. Der Autor Robert Sommer, Mitbegründer und Blattmacher der Wiener Straßenzeitung Augustin, »sammelte« die Techniken des Ausschlusses und der Stigmatisierung, soweit er sie in den bisher 16 Jahren des Bestehens des Augustin-Projekts durchschauen lernte. Jedes Kapitel, jede Reportage in diesem Buch widmet sich einer spezifischen Methode, Integration zuverlässig scheitern zu lassen: die Methoden der staatlichen Strafe, der Dauerentwürdigung von Menschen in Heimen aller Art, der »sozialen Säuberung« kommerzorientierter Stadtzonen, der Pathologisierung normabweichenden Verhaltens, der Kriminaliserung des Bettelns etc. Robert Sommer fügte seinen Erfahrungen über die »Phantasie« und die »Kreativität«, mit der die systembewahrenden Kräfte ihr Handwerk der Stigmatisierung und des Ausschlusses betreiben, den im deutschen Sprachraum nur wenig rezipierten Analysen vorwiegend französischer Sozialwissenschaftler bei. Diese stellen mit ihrer These von existenzieller systemischer Relevanz einer nicht integrierbaren Randschicht eine Herausforderung für Theorie und Praxis der sozialen Arbeit in Österreich dar. (Verlagstext)
Robert Sommer: Wie bleibt der Rand am Rand. Reportagen vom Alltag der Repression und Exklusion. Mandelbaum-Verlag, 152 Seiten, ISBN: 978385476-606-3
© DIE ARMUTSKONFERENZ,
Österreichisches Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Snail-Mail Gumpendorferstraße 83, 1060 Wien | T+43-1-402 69 44 12
E-Mail office@armutskonferenz.at W http://www.armutskonferenz.at
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