Newsletter Mai 2010
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Grenzen sichtbar machen, Grenzen überwinden
Die „Armutsgrenze“ ist eine Kampagne der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur im Rahmen des Europäischen Jahrs zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Die Kampagne zeigt Grenzen auf und macht Barrieren sichtbar. Die Presse-Aktionen in Wien, Graz und Salzburg sind Auftakt der Österreich weiten Aktion.
Die Aktion Hunger auf Kunst und Kultur ist eine sozial-kulturelle Initiative, die es Personen, die in prekären finanziellen Verhältnissen leben, ermöglicht, unentgeltlich kulturelle Veranstaltungen zu besuchen.
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Am 6. Mai um 10.00 Uhr wurde in Wien, Graz und Salzburg die Kampagne eröffnet.
Die „Armutsgrenze“ ist eine Kampagne der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur im Rahmen des Europäischen Jahrs zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Die Kampagne zeigt Grenzen auf und macht Barrieren sichtbar. Die Presse-Aktionen in Wien, Graz und Salzburg sind Auftakt der Österreich weiten Aktion.
Die Aktion Hunger auf Kunst und Kultur ist eine sozial-kulturelle Initiative, die es Personen, die in prekären finanziellen Verhältnissen leben, ermöglicht, unentgeltlich kulturelle Veranstaltungen zu besuchen.
Dr. Wolfgang Waldner, Direktor MQ Wien, Michael Schottenberg, Direktor Volkstheater Wien, Mag. Monika Wagner, Geschäftsführung Hunger auf Kunst und Kultur, Mag. Martin Schenk, Sozialexperte, Die Armutskonferenz, sprachen zur Intention und zu den Zielen der Kampagne.
Kulturpass-BesitzerInnen gaben ihre Kultur-Erfahrungen zum Besten und lasen auszugsweise aus der neuen Augustin-Kolumne „Aus der Kulturpassage“.
mehr Informationen unter link HungeraufKunstundKultur
Mehr: HungeraufKunstundKultur
Die breite zivilgesellschaftliche Allianz aus
• Attac Österreich
• Die Armutskonferenz
• GLOBAL 2000
• Greenpeace
• Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich
• SOS Mitmensch
• PRO-GE, die Produktionsgewerkschaft
• VIDA, die Lebensgewerkschaft
präsentierte am 5. Mai ein umfassendes Gegenprogramm zu Massensteuern und Sparprogrammen: Die Kampagne "Überfluss besteuern - in die Zukunft investieren."
Die Armutskonferenz setzt sich besonders für sozialen Ausgleich und Investitionen in soziale Dienstleistungen ein.
Mehr Infos und Links zum Mitmachen: Link Wege aus der Krise Presseaussendung: Presseaussendung
Mit einer Mailkampagne werden der Regierungschef und der Finanzminister dazu auffordert, das Jahr 2010 zu einem tatsächlichen Jahr der Armutsbekämpfung zu machen, Die Armutskonferenz hat bereits zum Jahreswechsel den Startschuss für das EU-Jahr gegen Armut 2010 gesetzt.
Mit zahlreichen weiteren Aktivitäten sollen vor allem soziale Rechte und Teilhabe von Armutsbetroffenen gestärkt und die öffentliche Debatte zu sozialer Gerechtigkeit forciert werden. "Aktuelle europäische Studien zeigen, dass die ganz große Mehrheit der Bevölkerung von der Politik deutlichere Maßnahmen gegen Armut fordert", so Michaela Moser von der Armutskonferenz, die als Vizepräsidentin des Europäischen Antiarmutsnetzwerks EAPN auch auf EU-Ebene engagiert ist. "Das Jahr der Armutsbekämpfung darf nicht auf Sonntagsreden beschränkt bleiben. Es braucht effektive Strategien und Maßnahmen, die unter Einbeziehung der Betroffenen entwickelt und umgesetzt werden müssen."
Um Stereotype und Vorurteile abzubauen und die Rechte der Betroffenen zu stärken, setzt die Armutskonferenz 2010 vor allem auf den direkten Dialog mit der breiten Öffentlichkeit. Im Rahmen eines interaktiven Theaterprojekts werden in ganz Österreich Möglichkeiten der direkten Auseinandersetzung mit Menschen mit Armutserfahrungen und deren Lebenssituation geschaffen, gleichzeitig sollen partizipative demokratische Prozesse der Lösungssuche gefördert werden.
Wer ein Zeichen setzen will, kann unter der Mailadresse gegen.armut.at den Appell der Armutskonferenz an die Regierungsspitze unterstützen.
2010gegenarmut
Die Datenbank hat das Ziel umfassende Informationen zu Armut und deren Hintergründe zu sammeln und zur Verfügung zu stellen. Die Inhalte der Datenbank stammen von Mitgliedsorganisationen und vom wissenschaftlichen Beirat der Armutskonferenz, sowie von Sozial- und WirtschaftswissenschaftlerInnen.
Mittlerweise sind über 300 Texte als download verfügbar. Durch die Suchfunktion und ein Schlagwortsystem sind die Texte thematisch geordnet und leicht zu finden. Seit Start / Ende Februar 2010 gibt es bereits über 10.000 downloads.
Das Hauptreferat von Richard Wilkinson, sowie vers. Workshops und die Podiumsdiskussion wurden aufgezeichnet. zu finden auf der Website: http://www.armutskonferenz.at unter > NEWS > "Das war die 8. Armutskonferenz".
Die Armutskonferenz organisiert ein Seminar für MitarbeiterInnen sozialer Organisationen in Wien zu:
Ansprüche in der Sozialhilfe bzw. Bedarfsorientierten Mindestsicherung.
Armutsbetroffene zu sozialhilferechtlichen Ansprüchen zu beraten, zählt zum Alltag von Beratungsstellen sozialer Non-Profit-Organisationen. Die MitarbeiterInnen dieser Beratungsstellen müssen dabei aber regelmäßig die Erfahrung machen, dass es nicht immer einfach ist, festzustellen, was in der Sozialhilfe rechtens ist.
Ein zweitägiges Seminar am 17. und 18. Juni 2010 im ÖBDS zum Thema Sozialhilfe-Recht. Alle Details zur Zielgruppe, den Vortragenden und den Inhalten finden Sie im Link.
Anmeldung bis 28.05 per mail an office@armutskonferenz.at link
Seminarfolder
Die seit 2008 mit der Armutskonferenz kooperierende Forumstheatergruppe InterACT aus Graz gewinnt den mit 15.000 Euro dotieren Preis der Unruhestiftung. ( Mehr: sozialmarie )
Das 2008 entwickelte Theaterstück wird aktuell unter der Beteiligung von armutsbetroffenen Menschen überarbeitet. Dann soll das Theaterstück Österreichweit im Rahmen der Veranstaltungen im Jahr 2010, im Jahr der Aktionen gegen Armut und sozialer Ausgrenzung gezeigt werden. Es werden noch weitere Auftrittsmöglichkeiten gesucht.
Folder: Kein Kies zum Kurven Kratzen / Reloaded
Mehr: InterACT
Bei Neustart sind durch Budgetkürzungen seitens des Justizministerium 40 Arbeitsplätze in Gefahr. Der Betriebsrat hat gemeinsam mit der Gewerkschaft der Privatangestellten eine e-mail kampagne gestartet. Um Unterstützung wird gebeten.
Mehr: Kampagne Neustart
Das Wiener Spendenparlament wendet sich an alle sozialen Initiativen im Großraum Wien, die Projekte gegen Armut, Isolation und Einsamkeit verwirklichen wollen. Im Herbst tritt das „Spendenparlament“ wieder zusammen, um Gelder an sozial innovative Projekte zu vergeben. Es geht um die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Menschen. Auch in Wien sind 170 000 Menschen akut von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen.
Voraussetzung für die Auswahl der Projekte ist, dass sie sich um Bevölkerungsgruppen annehmen, die von materieller Armut wie von sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Es werden Initiativen, die in Lücken sozialer Sicherung beispielhaft einspringen, unterstützt: soziale Einrichtungen, die helfen, Isolation zu durchbrechen, die Menschen wieder aufrichten, die zu eigenbestimmten Leben verhelfen.
Seit Gründung des Wiener Spendenparlaments vor zehn Jahren wurden an die 180 000 € für Menschen in Not vergeben. Das letzte Spendenparlament unterstützte die Begleitung von Menschen mit psychischer Erkrankung, Hilfe gegen Jugendarbeitslosigkeit, Selbsthilfegruppen Armutsbetroffener und Notschlaftstellen für Wohhungslose.
Mut Machen – wir fördern soziale Initiativen, wollen Isolation durchbrechen und zur Selbsthilfe anregen. Stimme gegen Armut – wir machen soziale Not öffentlich und tun etwas dagegen. Spenden mit Stimmrecht – Wir bestimmen mit, wo unsere Spende eingesetzt wird.
Was ist das SPENDENPARLAMENT? Wer mindestens im Jahr 75.- € spendet, erwirbt einen Sitz im Wiener Spendenparlament. In jährlichen Versammlungen wird gemeinsam diskutiert und abgestimmt, welche Projekte wieviel Geld bekommen sollen.
Einreichen bis 31.Mai 09 an: Wiener Spendenparlament, Gumpendorferstraße 83, 1060 Wien
Spendenparlament (http://www.spendenparlament.at)
Auskunft "Spenden" bzw. "Einreichung": 01/ 402 69 44
Bundestagung 2010 des Österreichischen Berufsverbandes der SozialarbeiterInnen
Der Rückbau des Sozialstaates, als auch die bedarfsorientierte Mindestsicherung, wirken einen effektiven Armutsbekämpfung entgegen. Ziel dieser Bundestagung soll es sein, die Möglichkeiten der Sozialarbeit aufzuzeigen, wie trotz dieser Umstände Armut bekämpft, unddie Menschen die von Armut bedroht sind, unterstützt werden können.
Datum: 21. und 22. Juni 2010 Ort: Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn
Informationen und Anmeldung unter: Tagungsprogramm
Willenskundgebung, Manifestation, Konzert am Heldenplatz.
Es liegt jetzt an uns allen. Für eine Politik, die Chancen nutzt und Probleme angeht. Wir bauen nicht auf Sündenböcke, wir bauen auf die Zukunft. Machen wir uns stark! Werden Sie UnterstützerIn: Wenn 3333 Personen 15 Euro spenden, ermöglichen Sie damit eine unabhängige Manifestation am Heldenplatz. Werden Sie "CampaignerIn": JedeR kann Menschen in seinem Umfeld für unser gemeinsames Anliegen mobilisieren.
Mehr: Machen wir uns stark
Einladung zur Buchpräsentation "Armut und Recht" mit anschließender Podiumsdiskussion
Mittwoch, 26. Mai, 18.00 Uhr im Dachgeschoß des Juridicum, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien.
Die Rechtswissenschaftliche Fakultät läd zur Präsentation des eben erschienenen Sammelbandes "Armut und Recht" ein.
Mit Univ.Prof. Dr. Richard Potz diskutieren Univ.Prof. Dr. Emmerich Tálos, Univ. Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Univ.Prof. Dr. Andreas Konecny sowie Hansjörg Schlechter von der Armutskonferenz über die Schnittstellen von Armut und Recht.
Dieser Band ist als Beginn einer Schriftenreihe gedacht, die von nun an jährlich unter dem Titel *Juridicum Spotlight* erscheinen soll. Darin will die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien in Zusammenarbeit mit dem Verlag Manz einzelne Themen aus der Sicht der unterschiedlichen rechtswissenschaftlichen Disziplinen beleuchten. Damit soll der aktuelle Diskussionstand festgehalten und der weitere Austausch zwischen den Instituten angeregt werden.
Dieser erste Band, *Armut und Recht,* vereint weitgehend Vorträge einer gleich lautenden fächerübergreifenden Diskussionsveranstaltung im Jahr 2008, ergänzt um einige zusätzliche Aspekte und stellt einen wichtigen Beitrag der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zum europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung dar.
2010. Br. X, 212 Seiten, EUR 46,–, SBN 978-3-214-07404-3, mit Hörerschein für Studierende EUR 36,80
MANZ’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung GmbH tel +43 1 531 61 100 fax +43 1 531 61 455 bestellen@manz.at Kohlmarkt 16 · 1014 Wien link
Buchbestellung
Autor: Lutz Holzinger mit Beiträgen von Hans-Jörg Schlechter
Armut ist eine Geißel der Menschheit. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung deutet alles darauf hin, dass dieses Gespenst in Europa weiter entfesselt wird und immer größere Kreise der Gesellschaft erfasst. 2010 wurde als Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Lutz Holzinger und Hansjörg Schlechter haben sich auf die Suche nach dem Bild der Armut heute gemacht. Sie schildern den intensiven Alltag in den Hilfsorganisationen, sie zeigen, was dort geleistet wird und was für Möglichkeiten es gibt, ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie berichten über die Lebensgeschichten und Probleme der Betroffenen und bieten dem Leser die Möglichkeit, sich mit dieser Realität zu befassen. Sie durchleuchten die gesellschaftlichen Hintergründe und reflektieren über mögliche Strategien für den Kampf gegen die Armut. Sie sehen den klassischen Einstieg in die Armut von Langzeitarbeitslosigkeit ausgelöst und kritisieren die Unfähigkeit der Gesellschaft, allen Menschen geeignete Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.
Edition Steinhauer, Wien 2010, ISBN 978-3-902494-43-6
BuchautorInnen: Michaela Moser, Martin Schenk
Noch mehr soziale Ungleichheit heißt noch mehr Krankheiten und noch geringe Lebenserwartung für Ärmere, mehr Teenage-Schwangerschaften, mehr Status-Stress, mehr Gewalt und mehr soziale Ghettos. Eine sozial polarisierte Gesellschaft bringt Nachteile nicht nur für die Ärmsten sondern auch für die Mitte. Für die Reduzierung der Armut braucht es eine ganzheitliche Strategie, einen integrierten Ansatz, die Fähigkeit in Zusammenhängen zu denken. Erst im Zusammenwirken entfalten Maßnahmen ihre Wirkung. Es geht darum, die Schwächen des Sozialstaats zu korrigieren und seine Stärken zu optimieren. Es geht darum, Antworten auf die großen sozialen Herausforderungen und neuen sozialen Risken, wie etwa prekäre Beschäftigung, Pflege, psychische Erkrankungen oder Migration zu finden. Es geht um einen Freiheitsbegriff, der auch die Freiheit der Benachteiligten einschließt. Es geht um ein Verständnis von Autonomie, das Bedürftigkeit nicht als Gegensatz formuliert. Es geht um eine Politik des Sozialen, die Bürgerinnen und Bürger sieht, nicht Untertanen.
Deuticke Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-552-06114-9
© DIE ARMUTSKONFERENZ,
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