Newsletter Juni 2009 - Special "Europa"
Sie bekommen diesen Newsletter, weil Sie sich bei der Armutskonferenz in die Liste eingetragen haben. Wir freuen uns und wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.
Sie können den Newsletter auch an FreundInnen und Bekannte weiterempfehlen.
Wenn Sie über eine Suchmaschine oder über die Webseite auf diesen Newsletter gestoßen sind und ihn bestellen wollen, freuen wir uns.
Sollten Sie den Newsletter nicht mehr zugeschickt bekommen wollen, können Sie in hier abbestellen.
BESTELLEN | ABBESTELLEN
Ein soziales Europa für alle!
In wenigen Tagen wird ein neues Europäisches Parlament gewählt, zum Jahreswechsel wird auch eine neue Europäische Kommission eingesetzt.
Europa soll nicht nur neue Köpfe und EntscheidungsträgerInnen bekommen, es braucht auch einen Richtungswechsel in der europäischen Politik. Weg von der blinden Wachstums- und Wettbewerbspolitik der letzten Jahrzehnte und hin zur klaren Priorität für ein soziales und ökologisch nachhaltiges Europa.
Die Armutskonferenz engagiert sich seit vielen Jahren im Europäischen Armutsnetzwerk EAPN für ein soziales Europa.
2010 wurde zum Europäischen Jahr der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen.
JETZT ist der Zeitpunkt für eine neue Vision und die Verpflichtung zur Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen der Armutsbekämpfung und der Sicherung eines guten Lebens für alle.
Mindestens 79 Millionen Menschen leben in Europa unter der Armutsgrenze. Der Zugang zu einer angemessenen monetären Mindestsicherung gehört zu den zentralen Maßnahmen der Armutsbekämpfung und bildet die Grundlage für die Teilhabe an einer Gesellschaft, die allen ein Leben in Würde sichert.
An angemessenen Mindestsicherungssystemen mangelt es jedoch in ganz Europa.
In Griechenland, Italien, Ungarn und Norwegen gibt es bis heute nicht einmal ein Sozialhilfesystem, in allen anderen Ländern sind die vorgesehenen Leistungen meist nicht existenzsichernd und ist deren Inanspruchnahme oft mit Schikanen und Stigmatisierung verbunden.
2008 hat die Europäische Kommission in einer "Empfehlung zur aktiven Eingliederung der aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzten Personen" die "Anerkennung des grundlegenden Anspruchs jedes und jeder Einzelnen auf Zuwendungen und Leistungen, die ausreichen, um ein menschenwürdiges Leben zu führen" niedergeschrieben.
Jetzt ist die rasche Umsetzung einer umfassenden Mindestsicherung in allen europäischen Ländern zu fordern.
Unterstützen Sie die Kampagne des Europäischen Armutsnetzwerk EAPN für eine angemessene Mindestsicherung in ganz Europa.
Unterschreiben Sie jetzt!
> Kampagnentext, Unterstützungsmöglichkeit und weitere Informationen:
http://www.adequateincome.eu/component/content/article/5-home-page/12-austria
> Kampagnenaufruf als pdf: gross/klein
>
Mythen und Wahrheit zur Mindestsicherung: Eine Argumentationshilfe (pdf-Download)
> Informationen zu Mindestsicherungspänen und -debatten in Österreich: www.mindestsicherung.at
>
Plakate, sowie Flyer zur Kampagne sind gratis im Büro der Armutskonferenz erhältlich. Bitte bestellen unter office@armutskonferenz.at (Postkarten hinten| vorne)
"Im Zuge der Neuwahlen von Europaparlament und Kommission muss es zu breiten Debatten über das Europa, das wir wollen kommen", fordert der Direktor des Europäischen Armutsnetzwerks EAPN Fintan Farrell.
Mit seinen 10 Forderungen an des nächste Europäische Parlament möchte das EAPN für einen Richtungswechsel in der EU-Politik plädieren und daran erinnern, "dass jene die am wenigsten vom ökonomischen Boom der letzten Jahre profitiert haben, jetzt nicht den Preis für das Versagen des Markts zahlen dürfen."
Die 10 Forderungen des EAPN:
> Langversion der Forderungen (in Englisch, Französisch und Spanisch): http://www.eapn.eu/content/view/841/34/lang,en/
> Hintergrundmaterial: EAPN AntiPoverty MAG mit Informationen zur Europaparlamentswahl und Beiträgen der fünf größten im EU-Parlament vertretenen Gruppen http://www.eapn.eu/content/view/861/83/lang,en/
© DIE ARMUTSKONFERENZ,
Österreichisches Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Snail-Mail Gumpendorferstraße 83, 1060 Wien | T+43-1-402 69 44 12
E-Mail office@armutskonferenz.at W http://www.armutskonferenz.at