Newsletter März 2009
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Bundespräsident Fischer: Einbeziehung Betroffener für Armutsbekämpfung wichtig. Österreichweites Treffen „Sichtbar Werden“ von Menschen mit Armutserfahrungen.
(07.03.09). „Alle Menschen sind gleich an Würde. Niemand darf als weniger wert behandelt werden.“, betonte Bundespräsident Heinz Fischer zu Beginn des österreichweiten Treffens von Menschen mit Armutserfahrungen am Freitag in Wien. Im Gespräch mit dem Bundespräsidenten kamen die konkreten Realitäten von Erwerbsarbeitslosen, Straßenzeitungs-VerkäuferInnen, AlleinerzieherInnen, Menschen mit psychischen bzw. physischen Beeinträchtigungen ... Mehr ...
(08.03.09). „Nicht auf unserem Rücken“, warnen Armutsbetroffene davor, dass durch drohende Sparpakete bei Gesundheit, Bildung und Soziales immer mehr Menschen für das Desaster der Finanzkrise doppelt bezahlen. Am Wiener Graben zwischen Luxusgeschäften und Großbanken machten Erwerbslose, VerkäuferInnen von Straßenzeitungen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen und Flüchtlinge auf ihre Situation aufmerksam. „Es ist genug da für die Bedürfnisse aller, aber nicht für jedes Einzelnen Gier“, forderten sie in Anlehnung an ein Zitat Gandhis „mehr sozialen Ausgleich und eine faire Verteilung des Reichtums in Österreich“.
Copyright Bild: Die Armutskonferenz / lynnart
Mehr ... http://www.armutskonferenz.at/armutskonferenz_
news_armutsbetroffene-zur-finanzkrise.html
Bilder:
http://www.armutskonferenz.at/fotoalben/Sichtbarwerden/index.html
(07.03.09). „Alle Menschen sind gleich an Würde. Niemand darf als weniger wert behandelt werden.“, betonte Bundespräsident Heinz Fischer zu Beginn des österreichweiten Treffens von Menschen mit Armutserfahrungen am Freitag in Wien. Im Gespräch mit dem Bundespräsidenten kamen die konkreten Realitäten von Erwerbsarbeitslosen, Straßenzeitungs-VerkäuferInnen, AlleinerzieherInnen, Menschen mit psychischen bzw. physischen Beeinträchtigungen und Flüchtlingen zur Sprache. Zentrales Thema waren Wege aus der Armut. „Nur mit der Einbeziehung Betroffener kann Armut effektiv bekämpft werden.“, resümiert der Bundespräsident.
Copyright Bild: HBF/Tatic
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armutsbekaempfung-bundespraesident-sichtbar-werden.html
(19.02.09). Österreich liegt mit der Höhe der Arbeitslosenleistungen mit vergleichbaren OECD-Ländern im unteren Drittel. "Eine Erhöhung und Valorisierung der Nettoersatzrate ist ein notwendiger Schritt zur Armutsvermeidung", appelliert die Armutskonferenz an Parlament und Regierung. So ist die Notstandshilfe seit 2000 um 8% gesunken. Ein durchschnittliches Einkommen reicht nicht mehr aus, damit das Arbeitslosengeld, das man nach dem Verlust des Arbeitsplatzes bezieht, über der Armutsschwelle liegt. Der EU-Durchschnitt der Ersatzrate liegt – bei 70%, Österreich bei 55%.
Mehr … http://www.armutskonferenz.at/armutskonferenz_news_
armutsfallenotstandshilfe.htm
Angesichts der neuen Armutsdaten weist die Armutskonferenz darauf hin, dass die Kürzungen der Ermessensausgaben nicht nur Verwaltung,sondern auch soziale Arbeit betreffen. Mit den Ermessensausgaben beispielsweise im Sozialministerium werden Initiativen gegen Armut, Projekte für Demenzkranke, Wohnungslose oder Behinderte unterstützt.
Mehr … http://www.ots.at/presseaussendung.php?
schluessel=OTS_20090316_OTS0096&ch=politik
Neuer Armutsbericht der Statistik Austria:
400 000 manifest arm
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armut_in_oesterreich_armut_ist.htm
Anlässlich des Internationalen Frauentags kritisiert die Armutskonferenz die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, Einkommensungleichheiten zwischen Frauen und Männern und mangelnde Maßnahmen zur Bekämpfung und Vermeidung von Frauenarmut. Jede 7. Frau muss in Österreich mit einem Einkommen unter der Armutsgrenze auszukommen, 6% der Frauen sind von akuter Armut und damit von Einschränkungen in wesentlichen Lebensbereichen betroffen. Zu verschrotten gäbe es dabei weit mehr als nur alte Autos, erklärt Michaela Moser eine symbolische Verschrottungsaktion, die von der Frauengruppe der Armutskonferenz am Freitag vormittag trotz Regenschauer vor dem Parlament organisiert wurde.
Mehr ... http://www.armut.at/armut_in_oesterreich_frauenarmut.htm

Die schwerste Krise des Kapitalismus seit 1929 betrifft uns alle: massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, verlorene Häuser und Geldanlagen, teure Energie und Lebensmittel. Weltweit verlieren Menschen ihre Existenzgrundlagen und Lebensperspektiven. Die Regierungen, die die Krise durch die Entfesselung der Finanzmärkte wesentlich zu verantworten haben, retten jedoch vorrangig die Banken und die Reichen mit unseren Steuergeldern. Dagegen wehren wir uns!
Nur wenn sich viele Menschen solidarisieren und gemeinsam agieren, wird sich etwas ändern!
In einem breiten Bündnis rufen zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen zu Demonstrationen am 28. März auf.
Wenige Tage später wird in London das G20-Treffen stattfinden, bei dem sich die zwanzig größten Wirtschaftsmächte darüber verständigen wollen, wie sie dieses krisenstrotzende Weltmarktsystem bewahren können.
Ort:
13 Uhr: Treffpunkt Wien Westbahnhof
16 Uhr: Schlusskundgebung: vor dem Parlament
Datum:
SAMSTAG 28. März 2009
Nähere Informationen: www.28maerz.at
Nach welchen Prinzipien funktionier(t)en Finanzmarkt- und Wirtschaftspolitik?
Welche Rolle spielt(e) der Staat – als Kontrollinstanz, als Verteiler von Ressourcen?
Welches Demokratie- und Bildungsverständnis offenbart die Krise? Welche Chancen birgt sie?
Einladung zu einem Abend mit Referaten und Diskussion.
• Dr. Wilfried Stadler Generaldirektor der Investmentkredit Bank AG, Herausgeber der Wochenzeitung Die Furche: Wie konnte das passieren? Hergang und Folgen der Finanzkrise aus der Sicht eines Insiders
• ao. Prof.in Dr.in Mag.a Luise Gubitzer, Leiterin des Instituts für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie/Department Volkswirtschaft der Wirtschaftsuniversität Wien
Wohin steuert die Politik? Die Finanzkrise als Bildungs- und Demokratiekrise
• Dr.in Michaela Moser, Theologin/Ethikerin, Sozialexpertin der Armutskonferenz, Vizepräsidentin des Europäischen Armutsnetzwerkes (EAPN): Wer kriegt was? Die Verteilungsfrage in Zeiten der Krise
Eine Veranstaltung des Instituts für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie/Department Volkswirtschaft der Wirtschaftsuniversität Wien und des Katholischen Bildungswerks Wien
Datum:
Freitag, 3. April 2009, 17.00 Uhr
Ort:
Katholisches Bildungswerk Wien,
Stephansplatz 3, 2. Stock
Ein Angebot für langzeiterwerbslose Frauen und Männer: Die Caritas Wien und andere Trägerorganisationen präsentieren konkrete Jobangebote in ihren Beschäftigungsprojekten.
Außerdem: Information & Beratung durch AMS, WAFF, Bundessozialamt, MA40 Soziales, Caritas Wien u.a.
Rahmenprogramm: Essen & Trinken vom Stadtbeisl „Inigo“, Präsentation und Verkauf von Produkten und Dienstleistungen der Caritas-Beschäftigungsprojekte (für erwerbslose Menschen ermäßigt).
Datum:
Donnerstag 30.4.2009, 11.00 – 16.00 Uhr
Ort:
Carla Mittersteig, Mittersteig 10, 1050 Wien
weitere Informationen und www.caritas-wien.at
Datum:
Donnerstag 23. April, 10.00 bis 16.00
Ort:
Steyr, Stadtplatz
Nähere Informationen bei AHA,
Arbeitslose helfen Arbeitslosen,
Tel: 0732-6066 36
Datum:
Donnerstag 30.4.2009. 10:00 – 17:00 Uhr.
Ort:
Taubenmarkt , Linz
Nähere Informationen unter: www.sozialplattform.at
Der diesjährige Schwerpunkt liegt in der Bearbeitung von Rechtsfragen zu Wohnrecht und Wohnungslosigkeit im europäischen Kontext.
Impulsreferate von Freek Spinnewijn, Ulrike Salinger, Nikolaus Dimmel, Sebastian Schumacher
Ort:
Josef Brunnauer Tagungs- und Stadthotel in Salzburg
Datum:
6.-8. Mai 2009
Weitere Informationen unter www.bawo.at
bzw. Nina Sajko fachtagung@bawo.at
Anmeldeschluss ist der 6.4.2009
Familienforum Strobl 2009 am Wolfgangsee
Inhalt der Fachtagung: Aggression ist negativ, Kooperation positiv besetzt; ist das wirklich so? Aggression wird vorwiegend in den beruflichen Bereich angesiedelt; Kooperation im privaten, familiären Bereich. Warum? Wie viel Aggression bzw. Kooperation braucht es im privaten, familiären und im beruflichen Leben, um „erfolgreich“ zu sein
Ort:
Strobl am Wolfgangsee
Datum:
15. bis 16. Mai 2009
Weitere Informationen unter www.familienforumstrobl.at
bzw. Andreas Csar, csar@familie.at
Großes Unverständnis und Enttäuschung äußerte der Präsident des Europäischen Armutsnetzwerks EAPN Ludo Horemans angesichts der Ergebnisse des EU-Frühjahrsrats vom 19./20. März. Einmal mehr wurde der Fokus neben notwendigen Regeln für die Finanzmärkte einzig auf wirtschaftlichen Aufschwung und Beschäftigung gerichtet und ignoriert die zu erwartenden sozialen Auswirkungen der Krise, die 79 Millionen von Armut betroffenen Menschen in Europa treffen werden. „Wir dachten, es sei dem Rat ernst damit Menschen ins Zentrum des Rettungspaktes zu stellen, aber das ist kaum zu glauben, wenn sich die Vorschläge bezüglich der sozialen Auswirkungen der Krise, auf zwei kurze Nebensätze beschränken. Natürlich ist der Erhalt von Arbeitsplätzen wichtig, aber was wird für jene getan, die schon jetzt vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind? Welche Maßnahmen zur Mindestsicherung und zum sichern Zugang zu Wohnraum werden gesetzt? Was wird für Menschen mit Schuldenproblemen getan? Die Ergebnisse des Rats deuten nicht darauf hin, dass die EU der Anliegen von Menschen mit Armutserfahrungen wirkliche Priorität gibt.“
Sehr kritisch sieht das EAPN auch den Ausschluss sozialer Fragen für den für Mai geplanten Beschäftigungsgipfel. „Die Entscheidung sich nur auf den Arbeitsmarkt zu konzentrieren, ist ein weiterer Beweis dafür, wie wenig die zuständigen MinisterInnen von den realen Ängsten und Anliegen der Menschen wissen“, so der Direktor des EAPN Fintan Farrel. Sozial- und Beschäftigungspolitik brauche einen integrierten Ansatz. Der Gipfel wäre eine einmalige Gelegenheit effektive Strategien gegen Armut zu diskutieren, wie etwa die Stärkung von Mindestsicherungssystemen und soziale Investitionen.
EAPN bleibt deshalb bei seiner Forderung nach Ausweitung des Gipfels im Mai zu einem umfassenden Sozialgipfel.
Weitere Informationen: www.eapn.eu
Die Armutskonferenz hat die Forderung nach einem Sozialgipfel bereits im Vorfeld des Frühjahrsrat in Form eines Offenen Briefs an Bundeskanzler Faymann unterstrichen.
Offener Brief an Bundeskanzler Faymann pdf
Das Patriarchat nimmt sich begrifflich zwar altmodisch aus, ist aber keineswegs aus der Mode gekommen. Wir kritisieren patriarchale Strukturen in Zuwanderergesellschaften und übersehen gerne, dass in der Mehrheitsgesellschaft fast nur Männer Regierungsbank und Vorstandsetagen dominieren. Wir nennen das normal.
Die neue Ausgabe von MO#14 der SOS Mitmensch Zeitschrift bisher unter dem Namen Moment bekannt ist erschienen.
Mehr Informationen unter: http://www.momagazin.at
Oft schon angekündigt – aber jetzt ist es wirklich da: das Handbuch für alle Interessierten der Armutsforschung und der Armutsbekämpfung.
Die Beiträge dieses Bandes geben einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich und präsentieren neueste Erkenntnisse zu Ursachen, Folgen und Bekämpfung von Armut. Zugleich wird ein europäischer Vergleich geboten und ein Ausblick auf die künftigen Herausforderungen der Sozialpolitik gegeben. Die AutorInnen beschreiben Ursachen und Folgen der Armut, wobei sie zwischen Risken, Erscheinungs- und Bewältigungsformen differenzieren. Einen weiteren Themenschwerpunkt bilden die bestehenden Instrumente der Armutsbekämpfung.
http://www.studienverlag.at/titel.php3?TITNR=4482
Mobilitätsarmut sperrt aus. Mangelnde Mobilität heißt auch mangelnde soziale Teilhabe. Wo gute Verkehrsinfrastruktur fehlt, ist die Bewegungsfreiheit für benachteiligte Personen massiv eingeschränkt. Das betrifft die Arbeitssuche, die Gesundheitsversorgung, die Schulwahl und die sozialen Kontakte. Wir sollten diese Win-Win Situationen nützen: Arbeitsplätze schaffen, Mobilitätsarmut bekämpfen, die Geldbörse Einkommensschwächerer entlasten und Lärm wie Luftverschmutzung reduzieren.
Mehr … http://www.vcoe.at/start.asp?ID=4312
Die aktuelle Ausgabe der EAPN-Nachrichten bietet Informationen zum Europäischen Jahr der Armutsbekämpfung 2010. Neben dem offiziellen Fahrplan für das Jahr und einem Interview zu den Plänen der EU-Kommission, gibt es Berichte zu den bereits angelaufenen Vorbereitungen in Irland und Ungarn, eine Rückschau auf das Europäische Jahr der Chancengleichheit (2007) und das Jahr für Menschen mit Behinderungen (2003).
pdf-Datei zum Download: http://www.eapn.eu/images/docs/nn%20128_de.pdf
© DIE ARMUTSKONFERENZ,
Österreichisches Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung
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