Newsletter April 2007 - 03

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HUKUKDer lange Tag von Hunger auf Kunst und Kultur in Wien und Graz
Unter dem Motto "Ohne Geld ka Musi" fanden Aktionstage für "Hunger auf Kunst und Kultur" in Wien und Graz statt. Im Mittelpunkt standen an diesem Tag alle KulturpassbesitzerInnen und jene, die auf Grund ihrer sozialen und finanziellen Situation Anspruch auf dieses Service zahlreicher Kultureinrichtungen haben.
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Themen

› Erbschaftssteuer: Auf immer mehr Vermögen immer weniger Steuern
› Verteilungsfragen: Zahlen und Daten
› 304 ÖkonomInnen gegen die Abschaffung der Erbschaftssteuer
› Ökonom Stephan Schulmeister
› Fair Steuern
› Aufnahmechaos in Schulen: Benachteiligung ärmerer Familien
› Märchen und Wahrheit: Migrantinnen und Armut
› Ohne Geld ka Musi
› People Experencing Poverty

Erbschaftssteuer: Auf immer mehr Vermögen immer weniger Steuern

Bei niedriger Vermögenssteuer und sichtbar werdender sozialer Ungleichheiten ökonomisch und verteilungspolitisch falsche Entscheidung.

„Angesichts der niedrigen Vermögenssteuern in Österreich und sichtbar werdender sozialer Ungleichheiten ist die Abschaffung der Erbschaftssteuer eine ökonomisch und verteilungspolitisch falsche Entscheidung.“, kommentiert die Armutskonferenz den gestrigen Ministerrat. „Der Anteil vermögensbezogener Steuern liegt im EU-Durchschnitt bei 2,2%, in Österreich bei 0,6%.“
„Die Erbschaftssteuer könnte so reformiert werden, dass sie zu Verteilungsgerechtigkeit beiträgt, beispielsweise durch Einführung einer Erbersatzsteuer bei Privatstiftungen. Das allein brächte 180 Millionen Euro Einnahmen.“, so das österreichische Anti-Armutsnetzwerk.
„In der Armutsbekämpfung, in der Pflege und in Bildungsmaßnahmen für sozial Benachteiligte muss man um jeden Euro kämpfen,“, weiß die Armutskonferenz aus leidvoller Erfahrung, „wenn es um die einflussreichen Interessen geht, ist Geld plötzlich kein Problem mehr. Österreich wird zum einzigen westliche Industrieland, das weder eine Vermögenssteuer, noch eine Börsenumsatzsteuer, noch eine Erbschafts- und Schenkungssteuer hat.“
Zwei Drittel der Österreicher haben noch nie etwas geerbt, sagen die Daten der österreichischen Nationalbank. Bei der Erbschaftsteuer handelt es sich nicht um eine reine Mittelstandssteuer. Vom Drittel, das etwas zu vererben hat, machen allein 500 Erbfälle über 40% der Steuereinnahmen aus.
Und mit dem Entfall der Erbschaftssteuer zahlen Privatstifter, das sind die größten Vermögen im Land, keine Steuer mehr beim Einbringen ihrer Stiftung.
Weiters öffnet sich ein Graubereich, in dem Einkünfte nicht mehr normal deklariert werden. Schwarzgeschäfte werden in Zukunft als Schenkungen „getarnt“ werden. Und Unternehmer könnten, in dem sie Vermögenswerte wie Firmenanteile innerhalb der Familie verschenken, massiv Einkommenssteuer sparen. Und dann hängt noch die Grundsteuer dran und könnte mit dem selben Argument wie bei Erbschafts- und Schenkungssteuer fallen.
Wer Vermögen nicht besteuert, muss Arbeit und das Alltagsleben der Menschen mit indirekten Steuern belasten.
Armutskonferenz. „Auf immer mehr Vermögen gibt es immer weniger Steuern. Dafür: Auf Löhne immer mehr Abgaben. Und immer höhere indirekte Steuern. Die geringen Einkommen werden voll von den indirekten Steuern getroffen. Das unterste Einkommensdrittel wird durch Massensteuern doppelt so stark belastet wie das oberste. Um 466 Euro (Statistik Austria) zahlen Österreichs Haushalte seit dem Jahr 2000 im Schnitt mehr Abgaben als davor.“
Die Gewinnquote wie auch die Gesamtvermögen steigen. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Lohnanteil am Volkseinkommen deutlich zurückgegangen, die Besitzeinkommen und die Einkünfte aus Finanzvermögen dagegen stark angewachsen. Die bereinigte Lohnquote fiel von 71% im Jahr 1981 auf 59% im Jahr 2003. Die Reallöhne und die realen Gehälter pro Kopf stiegen von 1980 bis 2003 langsamer als die gesamtwirtschaftliche Produktivität. Bei den Niedrigsteinkommmen gibt es Reallohnverluste.
Die obersten 1% der Bevölkerung besitzen 34% des Gesamtvermögens, die obersten 10% zwei Drittel des Gesamtvermögens. Zum Gesamtvermögen gehören Geldvermögen, Immobilienvermögen und Unternehmensbesitz, so die Armutskonferenz abschließend.
Tabellen

Verteilungsfragen: Zahlen und Daten

Die obersten 1% der Bevölkerung besitzen 34% des Gesamtvermögens, die obersten 10% gleich Zwei Drittel (70%) des Gesamtvermögens.

Vermögenskapitel des BMSG Sozialberichts 2003/04 (pdf)
Einkommenskapitel des BMSG Sozialberichts 2003/04 (pdf)
Buchhinweis: Was Reichtümer vermögen

304 Ökonominnen und Ökonomen gegen die Abschaffung der Erbschaftssteuer

ExpertInnen: "Erbschaftssteuern sind ökonomisch sinnvoll undsozial gerecht"

304 Ökonominnen und Ökonomen von Universitäten und Forschungseinrichtungen haben einen gemeinsamen Aufruf gegen die Abschaffung der Erbschaftssteuer unterzeichnet. Damit will man ein
klares Zeichen für eine effiziente und gerechte Steuerpolitik setzen.
"Die Vererbung von Vermögen steht mit dem Selbstverständnis einer Leistungsgesellschaft im Widerspruch. Geerbtes Vermögen wurde nicht durch eigene Leistung erwirtschaftet", erklärt Univ. Prof. Herbert Walther. Eine stärkere Besteuerung von Erbschaften würde im Budget Spielraum für eine Senkung der Steuern auf Arbeit schaffen. Das würde die Anreize für Erwerbsarbeit und Leistung stärken, sind sich die ExpertInnen einig.
Erbschaftssteuern sind nicht nur ökonomisch sinnvoll sondern auch sozial gerecht. Die sozial ungleiche Verteilung von Vermögen und Erbschaften ist durch Studien vielfach belegt. Je höher Ausbildung, Einkommen und soziale Stellung, desto höher sind auch im Durchschnitt die zu erwartenden bzw. bereits erhaltenen ererbten Vermögen. Die Weitergabe von Vermögen beeinträchtigt die Chancengleichheit. "Eine Besteuerung von Erbschaften, deren Erträge für Verbesserungen im Ausbildungssystem verwendet werden, stellt eine besonders geglückte Kombination zur Verbesserung der Chancengleichheit dar".
Im internationalen Vergleich ist das Aufkommen aus vermögensabhängigen Steuern (zu denen auch die Erbschaftssteuer zählt) besonders gering. Nur 1,1 % aller Abgaben entfallen darauf,
das liegt deutlich unter dem EU-15-Durchschnitt von mehr als 5 % (Quelle: OECD 2006). Schon eine Angleichung an den EU-Schnitt brächte über 4 Mrd. Euro mehr für die Entlastung von Arbeitseinkommen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es dringend erforderlich, den Faktor Arbeit zu entlasten. Das würde die Beschäftigungschancen der nicht ausreichend Qualifizierten verbessern und vor allem die kleinen und mittleren Einkommen stärken, die besonders konsumfreudig sind.
Die mehr als 300 unterzeichnenden ÖkonomInnen richten daher einen klaren Appell an die Politik: "Wir sprechen uns strikt gegen eine Abschaffung der Erbschaftssteuer aus. Die Erbschaftssteuer sollte reformiert werden und in Hinkunft einen höheren Anteil am Steueraufkommen einnehmen".

Ökonom Stephan Schulmeister

Konzept für eine einheitliche Besteuerung von Vermögen
http://www.zsi.at/attach/1SozialeInnovationkonkret.pdf

Fair Steuern

http://www.attac.at/fairsteuern.html

Aufnahmechaos in Schulen:
Benachteiligung ärmerer Familien verstärkt

Die Bildungschancen sollen vom Talent der Kinder und nicht vom Status der Eltern abhängen.
„Mit dem Vorziehen der Anmeldung zur 5.Schulsstufe und dem folgenden Aufnahmechaos werden die Benachteiligungen von Kindern aus ärmeren Familien noch verstärkt“, fordert die Armutskonferenz Bildungsministerin Schmied zur Änderung der aktuellen Praxis auf. „Je weniger die Eltern verdienen, desto eher wechseln die Kinder nicht in die AHS-Unterstufe, - auch wenn sie laut Volkschulzeugnis die AHS-Reife gehabt hätten. Das setzt sich fort über die Oberstufe bis zum Studium.“
Mehr zu Benachteiligung ärmerer Familien verstärkt

Märchen und Wahrheit: Migrantinnen und Armut

FrauentagFrauentag


 

 

 

FrauentagInternationalen Frauentag: Die Arbeitgruppe der Armutskonferenz "Frauen und Armut" macht auf all die falschen Gewissheiten aufmerksam: "Nehmen uns die Arbeit weg", "aber wollen nicht arbeiten", "sind alle ungebildet", "bekommen StaatsbürgerInnenschaft nachgeworfen", "wollen Kinder nicht in Kindergarten schicken", ... - Armutsbekämpfung braucht Gleichstellung statt Märchen, die
uns allen schaden. - Märchen und Wahrheit zum Thema "Migrantinnen und Armut"(pdf)

Ohne Geld ka Musi

Der lange Tag von Hunger auf Kunst und Kultur
in Wien und Graz

HUKUKUnter dem Motto "Ohne Geld ka Musi" fanden Aktionstage für "Hunger auf Kunst und Kultur" in Wien und Graz statt. Im Mittelpunkt standen an diesem Tag alle KulturpassbesitzerInnen und jene, die auf Grund ihrer sozialen und finanziellen Situation Anspruch auf dieses Service zahlreicher Kultureinrichtungen haben. Mit den gebündelten Aktivitäten stellten Kultur- und Sozialinitiativen an diesem Tag ein ganz besonderes Angebot zusammen.
Die vom Wiener Schauspielhaus und der Armutskonferenz initiierte Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" öffnet seit drei Jahren Theater, Film, Tanz und Musik auch für diejenigen, die es sich nicht leisten können: Menschen, die Sozialhilfe oder Mindestpension beziehen, Arbeitslose und Flüchtlinge. Von Wien aus hat sich die Aktion auf mehrere Städte Österreichs ausgeweitet und war Vorbild für ähnliche Modelle über die Grenzen des Landes hinaus. In mittlerweile 117 Kultureinrichtungen in Wien, Salzburg und Steiermark ist der Kulturpass Eintrittskarte für über 10.000 KulturpassbesitzerInnen. Finanziert wird die Aktion durch Spenden von BesucherInnen, Institutionen oder Firmen. Mit dem gesammelten Geld werden Eintrittskarten finanziert, die gegen Vorlage des Kulturpasses unentgeltlich eingelöst werden können. Die Vergabe des Kulturpasses wird über das Netzwerk der Armutskonferenz und verschiedenste Sozialeinrichtungen - insgesamt an 170 Sozialstellen – organisiert und sichergestellt.
http://www.armut.at/armutskonferenz_aktivgegenarmut.htm#Hunger

People Experiencing Poverty

pep-gruppeFünf Personen reisen am 3. bis 5. Mai zum 6ten Treffen von Menschen mit
Armutserfahrung. Aus Österreich Personen mit Erfahrungen und Erlebnissen der Obdachlosigkeit, der Erwerbsarbeitslosigkeit (zu fit für die Pension, zu alt für den Arbeitsmarkt), sowie Alleinerziehende und Menschen mit
Behinderungen. Ebenso soll eine Asylwerberin mitreisen. Zwischen
Sozialminister Erwin Buchinger und der Delegation Armutsbetroffener wurde ein Treffen im Vorfeld des meetings vereinbart.
http://www.eapn.org/code/en/news_detail.asp?pk_id_content=2571

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Publikationen

Stimmen der Armut / Voices from the Poverty Line / Les voix de la Pauvreté

Die Broschüre der EAPN mit 10 Testimoniels wurde jetzt auch auf Deutsch übersetzt, ergänzt und erweitert mit deutschen und österreichischen Texten. - Zu bestellen bei der Armutskonferenz http://www.armutskonferenz.at
Die Bröschüre ist kostenlos, über einen Versandkostenbeitrag freut sich der Kassier der Armutskonferenz.

Studie zur Salzburger Armutskonferenz

Die Studie zur Salzburger Armutskonferenz von Martin Schaurnhofer ist online. Titel: Wissensmanagement und organisatorisches Lernen im Netzwerk der österreichischen Zivilgesellschaft (2007)
http://www.oefg.at/frm_aktu.htm oder http://www.oefg.at/frm_pub.htm

Steirisches Armutsnetzwerk

StudentInnen des Fachhochschule Jonaneum in Graz haben im Rahmen eines Projektmanagement Lehrgangs die notwendigen Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten eines zukünftigen steirischen Armutsnetzwerkes analysiert und erforscht.
Projektarbeit_Steirisches_Armutsnetzwerk.pdf

Nachrichten aus dem Netz

Die 4 mal im Jahr erscheinenden Nachrichten des EAPN (European Anti Poverty Network) können in Englisch und Französisch direkt bezogen werden. Subcribe under www.eapn.org oder Sie bekommen die von unseren deutschen KollegInnen übersetzte Fassung direkt vom Büro der österreichischen Armutskonferenz. Bitte bestellen unter office@armutskonferenz.at bzw. auf der website unter :
http://www.armutskonferenz.at
Netzwerknachrichten_121 als pdf downloaden ...

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Veranstaltungen

Armutslagen in Wien.
Zur sozialen Anatomie einer Stadt

3. Mai, 19.00 Uhr
Hauptbücherei Urban Loritz Platz 2a, 1070 Wien
mit Karin Heitzmann, Jens Dangschat, Matthias Till, Andrea Abedi, Ursula Till-Tentschert, u.a.

Ein Armutsbericht für Wien wird im Wesentlichen aus drei Gründen benötigt: Erstens ist Wissen eine Voraussetzung jeder strategischen Sozialplanung; zweitens war ein Bericht zur sozialen Lage in Wien bisher nicht vorhanden; drittens ist Öffentlichkeit eine wesentliche demokratiepolitische Grundlage einer Debatte über ein Thema, das alle angeht.
Bei der in Wien in den letzten Jahren zunehmend angespannten Arbeitsmarktsituation und der gleichzeitigen Reduktion sozialstaatlicher Absicherung sind Auswirkungen auf die Lebenssituation der Bevölkerung zu erwarten. Zwischen den Jahren 2000 und 2004 hat sich die Zahl der Personen, die finanzielle Leistungen der offenen Sozialhilfe in Wien beziehen, von rund 41.000 auf fast 76.000 erhöht. Wenn also jährlich fast 9.000 Personen zur Zahl jener hinzukommen, die sich außerhalb von Erwerbsprozess und bundesstaatlichen Versorgung finden, zeigt das jedenfalls eine alarmierende Entwicklung an. Die Beobachtung sich verändernder Armutslagen ist Voraussetzung dafür, rechtzeitig
Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
Im Rahmen eines Forschungslabors für Studierende wurde am Institut für Soziologie der Universität Wien das aktuelle Ausmaß und die Diversität von Armutslagen in Wien untersucht. Anläßlich der Präsentation des nun veröffentlichten

AIAS (Arbeitsgemeinschaft für Interdisziplinäre Angewandte Sozialforschung) und DIE ARMUTSKONFERENZ. In Zusammenarbeit mit der Hauptbücherei Wien
Einladung Armutslagen in Wien (pdf)
http://www.armut.at/armutskonferenz_termine.htm

Armut in Focus

Eine Realität in aller Welt, die keine/keiner wahrnehmen möchte, im Fokus: Die Entstehung von Armut hat Struktur - sie wird durch Strukturanpassungsprogramme in den Entwicklungsländern genauso erzeugt wie durch neoliberale Reformen in Industriestaaten.

27.April:
Poetry Slam, Kulturgasthaus Bierstindl, Innsbruck
5.Mai:
Sicherheit und Flexibilität, Haus der Begegnung Innsbruck
10.Mai:
Leben am Limit. Von der neuen alten Armut, Haus der Begegnung Innsbruck
15.Mai:
In der Stadt auf dem Land – ist Armut je bekannt, Haus der Begegnung Innsbruck
22.Mai:
Armutsfalle Sozialstaat?, Haus der Begegnung Innsbruck
9.Juni:
Globalisierung.Macht.Arm, Haus der Begegnung Innsbruck

Kontakt: armutsforschung@dibk.at

Tanz die Toleranz

Am 11. Mai 07 tanzen 200 Jugendliche anlässlich der Eröffnung der Wiener Festwochen am Rathausplatz; trainiert und choreografiert von Royston Maldoom, dessen Arbeit erstaunliche Resonanz erzeugt und vielen durch die Filmdoku Rhythm is it bekannt ist.
Gemeinsam tanzen, einen künstlerischen Schaffensprozess durchleben und das Ergebnis öffentlich präsentieren: das fordert und fördert Persönlichkeit und Selbstwert, baut Vorurteile ab- und soziale Kompetenzen auf; gelebte Integration mit gesellschaftlicher Signalwirkung.
Tanz die Toleranz will nachhaltig in der Stadt wirken: durch längerfristige Schulkooperationen und die Entwicklung der Brunnenpassage (Yppenplatz, 1160 Wien) als offene Plattform für interkulturellen Austausch, Tanzprojekte und andere Vernetzungen zwischen Kunst- und Sozialinitiativen.
http://www.tanzdietoleranz.at

Freundschaft mit Armen

...eine Provokation des Ignatius von Loyola (Buchpräsentation)
Montag, 14.5.2007, 19.00 Uhr - 21.00 Uhr
Referent: Dr. Michael Hainz SJ, Mitarbeiter des Instituts für Gesellschaftspolitik (IGP), Lehrbeauftragter an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München
Teilnahmebeitrag: 10 Euro (8 Euro für Studierende)
Anmeldung erforderlich: http://www.kardinal-koenig-haus.at
Ort: -kardinal könig haus-, 1130 Wien, Kardinal König Platz 3 (Lainzer Str. 138)

"Ausgeliefert? Macht und Ohnmacht
in der Arbeit mit Familien."

Einladung zur Fachtagung der Caritas ED Wien:
Dienstag, 15.5.2007
Kardinal König Haus, Wien
detailliertes Programm in Kürze
unter: www.caritas-wien.at

“No Health without Mental Health -
From Slogan to Reality”

31. Mai - 2. Juni 2007, Wien
Haus der Industrie: Schwarzenbergplatz 4, A -1031 Wien, Österreich
Mental Health Europe, pro mente austria

Im Brennpunkt der Mental Health Europe (MHE) Konferenz 2007 stehen die Ergebnisse des Beratungsprozesses zum Grünbuch der Europäischen Kommission: "Verbesserung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung" und eine künftige "Europäische Strategie für psychische Gesundheit" in den kommmenden Jahren. Mit besonderer Aufmerksamkeit wird dabei die Verbindung und das Zusammenwirken zwischen den verschiedenen Bereichen der EU-Politik und deren Auswirkung auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung beobachtet werden.
http://www.promente-wien.at

KEIN KIES ZUM KURVEN KRATZEN

Neuer Armut entgegenwirken
Haben Sie Erfahrungen mit finanziellen Engpässen? Ist es anstrengend, immer wieder die Kurve zu kratzen? Finden Sie, es ist an der Zeit, sich für eine Veränderung der Situation zu engagieren? Wollen Sie bei einem spannenden Vorhaben mitwirken und dabei ein bisschen Geld dazu verdienen?
Das dritte "forum.findet.stadt" - Projekt von InterACT ist dem Thema "Neuer Armut entgegenwirken" gewidmet. Als partizipatives Kunstprojekt verbindet es interaktive Theaterkunst mit sozialer Teilhabe und politischer Beteiligung: Über einen künstlerischen und dialogischen Prozess werden Maßnahmen und Vorschläge zur "Bekämpfung" und Prävention von Armut in Graz und in der Steiermark - unter Einbeziehung von unmittelbar Betroffenen entwickelt. Das Projekt versteht sich zudem als sichtbare und aktivierende künstlerische Intervention in den öffentlichen Raum, die alle Interessierten zum Zuschauen, Mitreden und Mittun einlädt!
http://www.interact-online.org/projekte_oeffentlicher-raum_ffs3.htm

AURORA. Gemeinsam gegen Armut

Aurora, ist ein von der EU gefördertes Projekt, das sich gegen Armut, soziale Ausgrenzung und mangelnden Sozialschutz wendet.
Auftaktveranstaltung am Montag, den 16.April 10.00 bis 17.00 Uhr Wien; Gartenhotel Altmannsdorf.
Ein Projekt unter Mitarbeit der Volkshilfe Österreich, SR Stadt + Regionalforschung GmbH, Bawo Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und Initiative Minderheiten.
Weitere Infos unter srz@rz-gmbh.com anfordern, bzw. zur Veranstaltung anmelden.

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Netzwerk

Mehr Wohnungslose: Frauen und Asylwerber

Salzburgs Sozialorganisationen: Politik muss endlich handeln
Mehrere Sozialorganisationen rufen die Verantwortlichen des Landes auf, endlich wieder eine erkennbare Wohnungslosen-Politik zu machen. Das Forum Wohnungslosen-Hilfe befragte im Vorjahr 90 Einrichtungen, die mit Wohnungsproblemen zu tun haben, um die Lage der Wohnungslosen in Salzburg zu eruieren. Erfasst wurden 727 Wohnungs- oder Obdachlose oder akut von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen.
Die auffallendsten Trends laut Robert Buggler von der Salzburger Armutskonferenz, sind der Anstieg bei AsylwerberInnen (plus 94 Prozent), die Zunahme bei GastarbeiterInnen (plus 67 Prozent), sowie die häufig versteckte Wohnungslosigkeit von Frauen. „Die klassischen Obdachlosen, die unter der Brücke schlafen, umfassen rund 50 Personen.“ Andere haben keinen gesicherten Wohnraum oder sind von bevorstehender Wohnungslosigkeit bedroht. „Das sind Menschen, die bei Bekannten oder Freunden untergebracht sind, die in Klöstern, Notschlafstellen oder ohne Wohnung im Spital sind. Aber auch Familien, die aufgrund mangelnder finanzieller Ressourcen zu sechst auf 50 Quadratmeter leben.“
Gudrun Hagen vom Frauentreffpunkt schildert, wie dramatisch die Situation für Frauen mit Kindern sein kann. „Für Frauen mit Kindern führt drohende Delogierung oder Obdachlosigkeit zu psychischer Höchstbelastung. Notunterkünfte sind für Kinder ungeeignet, Pensionszimmer kommen nicht in Frage, eine andere Wohnung kann nicht schnell genug gefunden werden.“ Nicht selten droht der Frau die Trennung von den Kindern, da sie fremd untergebracht werden.
Mehrere Sozialorganisationen fordern, dass die Regierung handelt. Buggler: „Wir hatten jetzt Jahre des Stillstands. Wir brauchen endlich wieder eine Planung, für Frauen und Jugendliche eine eigene Einrichtung.“

Presseunterlagen und Wohnungslosenerhebung:
http://www.salzburger-armutskonferenz.at/aktuelles.htm

Die Armutskonferenz hat ein neues Mitglied

ÖVDF
Der Österreichische Verein für Drogenfachleute
Radetzkystr. 31, 1030 Wien

Obfrau: DSA Gabriele Gottwald-Nathanie, MAS
Tel: +43-1-712 46 70-11
oevdf@med-user.net
www.oevdf.at

Der österreichische Verein für Drogenfachleute (ÖVDF) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Personen und Institutionen, die in der Sucht- und Drogenarbeit tätig sind und handelt politisch sowie konfessionell unabhängig.

Suchtmittelgebrauch wird in der Haltung des ÖVDF als gesamtgesellschaftliches Problem angesehen, dessen Lösungsansätze im Rahmen umfassender sozialpolitischer Bemühungen zu suchen sind.

„Die Förderung gesellschaftlicher Solidarität, die gerechte Verteilung sozialer und ökonomischer Ressourcen nach den Kriterien individueller Bedürftigkeit, sowie das Vorantreiben sozialer Partizipation entgegen desintegrativer Tendenzen sind die Grundlage zielführender Sozial- und Drogenpolitik. Die soziale, kulturelle und ethnische Vielfalt sowie geschlechtspezifische Aspekte sind dabei zu respektieren.“

Gerade die Illegalität des Suchtmittelgebrauches und damit verbundene Vorstrafen prägen und beeinflussen, oftmals noch Jahre nach akuter Abhängigkeit, die Rehabilitation, Re-Integration, und Lebensgestaltung der (ehemalig) Drogenabhängigen. Kaum eine Zielgruppe findet sich so häufig durch negative Schlagzeilen in den Medien und der (drogen-, gesundheits- und sozial, politischen) Öffentlichkeit wieder und wird auf diese Art ausgegrenzt und stigmatisiert. Das Thema Armut und Armutsgefährdung auf Grund (ehemaliger) Drogenabhängigkeit ist Realität in der täglichen Arbeit mit dieser Zielgruppe. Für den österreichischen Verein für Drogenfachleute war es daher wichtig und notwendig, neben der Vernetzung im nationalen und internationalen Sucht- und Drogenbereich, Mitglied der österreichischen Armutskonferenz zu werden um durch gemeinsame Lobbyarbeit auf die Problematik in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft hinzuweisen.

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© DIE ARMUTSKONFERENZ,
Österreichisches Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Snail-Mail Gumpendorferstraße 83, 1060 Wien | T+43-1-402 69 44 12
E-Mail office@armutskonferenz.at W http://www.armutskonferenz.at