Newsletter Jänner 2007 - 02

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Gruppe GruppeSoziale Rechte kennen und geltend machen ...
Projekt „Sichtbar werden“:
Intensivseminar zur Durchsetzung von Rechten. VertreterInnen von Betroffenen-Organisationen ...
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Themen

› Nicht alles auf die Sozialhilfe packen
› Soziale Rechte kennen und geltend machen
› Babies und ihre Mütter ohne sozialen Schutz
› Gebt euch einen Ruck!
› Landtagsenquete in Vorarlberg zum Thema Armut
› Liberalisierung, Privatisierung und die Folgen für das Europäische Sozialmodell

Nicht alles auf die Sozialhilfe packen

Ist "Mindestsicherung" nur die alte Sozialhilfe? Bei Armutsbekämpfung ist nicht die Verpackung entscheidend, sondern der Inhalt.
Link zu ... Ist "Mindestsicherung" nur die alte Sozialhilfe?

Etikett Grundsicherung
Begriffe wie „Grundsicherung“ oder „Mindestsicherung“ allein sagen noch nicht viel aus. Nicht was draufsteht ist entscheidend, sondern was drinnen ist.
Überblick: Link zu 4 Modelle der Mindestsicherung (word)
Überblick: Link zu Bedarfsorientierte Grundsicherung. Emmerich Talos. Vortrag Dezember 2006 (word)

Soziale Rechte kennen und geltend machen

Projekt „Sichtbar werden“:
Intensivseminar zur Durchsetzung von Rechten

KarglAuf Wunsch der der im Projekt „Sichtbar werden“ vernetzten VertreterInnen von Betroffenen-Organisationen, die sich für Menschen mit migratischem Hintergrund, psychischen Erkrankungen, Behinderungen, sowie Erwerbslosigkeits- und Wohnungslosigkeitserfahrungen engagieren, fand Mitte November im Wiener WUK ein von der ARMUTSKONFERENZ organisiertes, zweitägiges Intensivseminar zum Thema „Durchsetzung von Rechten“ statt, an dem 47 Personen aus den unterschiedlichsten Herkunftsorganisationen teilnahmen.

LitschauerDie Referate behandelten die Themen „Einführung in die Menschenrechte“, „Gnade oder Recht? Soziale Rechte im österreichischen Sozialstaat“, „Wie können mir Sozialberatungsstellen bei der Durchsetzung von Rechten helfen?“ und „Wenn mir mein Recht vorenthalten wird: welche rechtlichen Mittel stehen mir offen?“. Darüber hinaus konnte die Gruppe dankenswerterweise an einer Veranstaltung der Erwerbsloseninitiative AMSand teilnehmen, die sich mit den Rechten erwerbsloser Personen auseinander setze.

SuntingerIm Zuge der regen Diskussionen zu den einzelnen thematischen Blöcken wurden strukturelle Schwächen des österreichischen Sozialstaats in Hinblick auf die Durchsetzung von Rechten armutsbetroffener Menschen deutlich: Zum einen deckt das bestehende Angebot an niedrigschwelligen Informations- und Beratungsmöglichkeiten nicht den Bedarf. Zum anderen gibt es im Gegensatz zu anderen Bevölkerungsgruppen und anders als in anderen europäischen Ländern kaum kostenlose bzw. kostengünstige Rechtsbeihilfe-Ressourcen für armutsbetroffene Menschen.

Babies und ihre Mütter ohne sozialen Schutz

Armutskonferenz deckt sozialen Misstand auf: „Sehr geehrte Frau Sozialministerin! Wir möchten Sie mit diesem Brief auf akute und dramatische Armutssituationen aufmerksam machen, die durch den Durchführungserlass zum Kinderbetreuungsgeld für Frauen und ihre Kinder entstehen.“ In einem Brief an die Sozialministerin zeigte die Arbeitsgruppe der Armutskonferenz „Frauen und Armut“ das Problem auf. Die öffentlichen Reaktionen waren unvorhergesehen gewaltig.
Mehr zu Babies und ihre Mütter ohne sozialen Schutz
http://www.armut.at/armutskonferenz_news_babyerlass.htm

Gebt euch einen Ruck!

Armutskonferenz appelliert an Länder und Krankenkassen e-card für 20 000 Sozialhilfeempfänger nicht weiter zu verweigern.
"Gebt euch einen Ruck", appelliert die Armutskonferenz an Länder und Krankenkassen, die e-card für 20 000 Menschen mit Sozialhilfe nicht weiter zu verweigern. "Jetzt geht das Ping-Pong zwischen Land, Bund und Krankenkassa schon zwei Jahre. Irgendwann muss doch damit Schluss sein", so das österreichsische Anti-Armutsnetzwerk.
"Volkswirtschaftlich bleiben die Kosten gleich" bedauert die Armutskonferenz die fehlende Einigung. " Das hilft nur leider im Kompetenzdschungel zwischen Bund und Ländern nichts."
"Mit einem niedrigeren Beitragssatz  verringern sich für die Länder die Kosten für die Versicherung pro Person", rechnet die Armutskonferenz vor. "Und die soziale Krankenversicherung käme ihrem Anspruch nach, eine Solidargemeinschaft zu sein."
"Die Lücken im Krankenversicherungsschutz könnten durch die Einbindung bedürftiger Nichtversicherter über die Sozialhilfe geschlossen werden -oder gleich durch einen generellen Krankenversicherungsschutz für alle.", argumentiert die Armutskonferenz, das österreichische Anti-Armutsnetzwerk. "Das ist das Modell mit dem größten Erfassungsgrad." "Beim Modell der Einbindung Nichtversicherter über die Sozialhilfe müssten sämtliche Nichtversicherte einen Status als Selbstversicherte in der Krankenhilfe erhalten. In einem Rahmenvertrag zwischen Gebietskrankenkassa und Ländern mit Unterstützung des Bundes könnte so ein sofortiger Versicherungsschutz vorgesehen werden. Die 6montige Wartefrist sollte fallen, um „Krankenversicherung im Bedarfsfall“ möglich zu machen."

Landtagsenquete in Vorarlberg zum Thema Armut

Am 1.Dezember fand in Bregenz eine Landtagsenquete zum Thema "Armut und Armutsverhinderung" statt. Anhand der Studie der Armutskonferenz sollten Lücken und Strategien aufgezeigt werden.
Studie: „Leistungen und Lücken in der Armutsbekämpfung“: http://www.armutskonferenz.at/
armutskonferenz_news_studieleistungen.htm

Liberalisierung, Privatisierung und die Folgen für das Europäische Sozialmodell

Neues europäisches Forschungsnetzwerk
Den Folgen von Liberalisierung und Privatisierung für das Europäische Sozialmodell geht ein mit Beginn des Jahres 2006 gegründetes Forschungsnetzwerk nach: „PRESOM ‑ Privatisation and the European Social Model” führt Aktivitäten von europäischen Forschungsinstitutionen zusammen, die sich mit der Thematik wissenschaftlich auseinandersetzen. Auf der Homepage des Netzwerks sind – in englischer Sprache ‑ Ergebnisse von Workshops und Konferenzen nachzulesen, eigenständige Publikationen sollen folgen.
http://www.presom.eu

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Publikationen

Armut in einer reichen Gesellschaft

Broschüre der Caritas der Erzdiözese Wien
Alljährlich im September veranstaltet die Caritas der Erzdiözese Wien unter dem Titel „unfrei_willig“ einen Aktionstag auf dem Stephansplatz, in deren Rahmen auch eine Publikation zum jeweiligen Jahresthema erscheint. Die Broschüre des Jahres 2006 widmet sich der Frage von Reichtum im Wohlstand und versammelt u.a. Armutsdefinitionen, Fallgeschichten, Beiträge von anerkannten ExpertInnen und ein kniffliges Quiz zum Thema.
Download unter: www.caritas-wien.at/1079_9922.htm
Telefonische Bestellung unter: 01/87812-700

Armutsbericht OÖ 2006. Erwerbsarbeit und Armutsgefährdung

Stelzer-Orthofer, Christine/SOZWI-Studierende
Bestellungen bitte an: irene.auinger@jku.at
Tel.: 0732/2468-7161 Fax: 0732/2468-7172

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Veranstaltungen

Aktionstag: "Ohne Geld ka Musi"

Der lange Tag von Hunger auf Kunst und Kultur
16. Jänner 07, Wien
09.15 Uhr bis 23.00 Uhr
http://www.armut.at/armutskonferenz_termine.htm

Studienpräsentation: “Wissens- und Kompetenzprofile von SozialarbeiterInnen”

Am 24.Jänner 2007 von 16.00 bis 17.30 Uhr findet im Festsaal des FH-Campus Wien (Grenzackerstr. 18, A-1100 Wien) eine Studienpräsentation mit anschließender Podiumsdiskussion statt. In der Studie, die von Mag.a Hemma Mayrhofer und Mag.a Dr.in Elisabeth Raab-Steiner durchgeführt wurde, geht um berufspraktische Anforderungen, strukturelle Spannungsfelder und zukünftige Herausforderungen an SozialarbeiterInnen.
Am Podium diskutieren: Alexander Maly, Mag.a Alexandra Trenkwalder-Egger, Dr.in Monika Vyslouzil und Dr.in Brigitta Zierer. Moderation: Karin Bauer (der Standard)

Anmeldung erbeten unter kosar@fh-campuswien.ac.at oder
per Fax: 01/ 606 68 77-109
Nähere Informationen unter: http://www.sozialearbeit.at/projekt.php?news=true

Präsentation der Projektarbeiten der Studiengangs Sozialarbeit / Sozialmanagement

Am 1. Februar 2007 von 14.00 bis 18.00 Uhr findet im Audimax (Campus) der FH Joanneum (Eggenberger Allee 11, 8020 Graz) die Präsenationen statt. 10 Studienarbeiten. werden vorgestellt, darunter die Evaluation "Steirisches Netzwerk gegen Armut und Soziale Ausgrenzung". Weitere Titel: Roma in Graz, www.alterssozialarbeit.at, "Alles Liebe, dein Dieter" - Gewaltfrei agieren, u.a. Diese Veranstaltung ist auch dahingehend gedacht, dass sich an einem steirischen Netzwerk interessierte reginale Organisationen treffen, um im Anschluss erste Schritte zur Umsetzung nach der Evaluationsstudie setzen. .
Anmeldung erbeten unter 0316/5453 8700 (Fr. Manuela Wölkhart) info@fh-joanneum.at, http://www.fh-joanneum.at


ARMUTSFALLE "WEIBLICH" -
WEGE AUS DER FRAUENARMUT

Freitag 26.1.2007 und Samstag, 27.1.2007

Vortrag mit Dr.in Karin Heitzmann, Wirtschaftsuniversität Wien.
Podiumsgespräch mit Ursula Haubner, Dr.in Karin Heitzmann, Maga Margit Appel, Maga Kathrin Zwanziger und Tatjana Kaltenbeck-Michl. Workshops mit Dr.in Claudia Unger, Mag.a Dr.in jur Liselotte Zischka und Mag.a Brigitte Bosch.

Kosten:

Freitag und Samstag: € 15,- (für Mitglieder € 12,- für SozialhilfeempfängerInnen und StudentInnen € 7,-)
Nur Samstag: € 12,- (für Mitglieder € 10,- für SozialhilfeempfängerInnen und StudentInnen € 7,-)

Mehr Informationen unter:
Info weibliche Armut.pdf (137.47 KB)
Quelle: "Mariatrost im Gespräch" 1/2007 (Programmzeitschrift des Bildungshauses Mariatrost)

Anmeldung unter:
Tel.: 0316/391131

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Netzwerk

Basiskonto als zweite Chance

Als „wichtigen Schritt, um Menschen am Rande der Gesellschaft zurück in die Mitte zu holen“, begrüßen Schuldnerberatungen und Caritas die Einführung eines Basiskontos ohne Überziehungsrahmen („Habenkonto“) für Menschen, die finanziell in der Klemme stecken. Die Initiative der Stiftung der Erste Bank ein solches Konto als Angebot, unter anderem für KlientInnen der Schuldnerberatungen und der Caritas einzurichten, sei ein wesentlicher Beitrag, um „Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine zweite Chance zu geben“, sind sich Hans W. Grohs, Geschäftsführer der Dachorganisation der österreichischen Schuldnerberatungen ASB Schuldnerberatungen und Caritas-Generalsekretär Stefan Wallner einig.
„Wir hoffen, dass diese Initiative zur Initialzündung für einen grundsätzlich besseren Zugang benachteiligter Personen zu den für sie notwendigen Finanzdienstleistungen wird“, so Grohs, der dabei auf vorbildliche Entwicklungen in Ländern wie Belgien und den Niederlanden hinweist.
http://www.schuldnerberatung.at/equal/newssystem/
schuldnerberatung-news.php?Index=30&PHPSESSID

Erfolgreiches Wiener Spendenparlament 2006

SpendenparlamentDas Wiener Spendenparlament hat in seiner achten Sitzung erneut die Vergabe von insgesamt rund 10.560 Euro an vier Sozialprojekte, die sich mit verborgener Not in Wien auseinander setzen, beschlossen. Die stimmberechtigten Abgeordneten legten am 16. November in ihrer jährlichen Versammlung im Wiener Rathaus die Dotierung der einzelnen Zuwendungen fest.

Spendenparlament"Es hat mich sehr beeindruckt, wie viel Engagement und Phantasie die einzelnen Sozialinitiativen aufwenden, um Menschen aufzufangen, zu ermutigen und zu begleiten". Renate Schütz ist eine Unterstützerin des Wiener Spendenparlaments. Die 60jährige Pensionistin ist seit Gründung des Spendenparlaments mit dabei: "Als Bürgerin dieser Stadt ist es mir nicht egal, wie es Menschen neben mir geht.". 

SpendenparlamentWer mindestens im Jahr 75 € spendet, erwirbt einen Sitz im Wiener Spendenparlament. In jährlichen Versammlungen wird gemeinsam diskutiert und abgestimmt, welche sozialen Initiativen wieviel Geld bekommen sollen.  Dieses in Österreich einzigartige Projekt sammelt "Stimmen gegen Armut" durch "Spenden mit Stimmrecht".
www.spendenparlament.at

Magazin „Generationen“

GenerationenDiakonie und Rotes Kreuz haben ein Magazin zum Thema „Generationen“ herausgebracht. Die Konzentration auf niedrige Geburtenzahlen lenkt oft von Fragen ab, die sozialer, politischer und wirtschaftlicher Natur sind und mit der Demografie gar nichts zu tun haben. Hinter der Fassade der demografischen Alterung stecken auch Verteilungsfragen: Solange Europas Wirtschaftskraft wächst, ist der demografische Wandel bewältigbar. Der Sprengstoff liegt in der Notwendigkeit, diesen Kuchen anders zu verteilen.Und wenn es doch nicht ganz so arg kommt? Es gibt Schlimmeres, als aus den falschen Gründen das Richtige zu tun: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bessere Ausbildung unserer Kinder, mehr Solidarität zwischen den Generationen, eine harmonische Kultur des Alterns … all das sind Dinge, die wir ohnehin wollen sollten.

Zu bestellen unter service@roteskreuz.at

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© DIE ARMUTSKONFERENZ,
Österreichisches Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung
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