Alter

Mit dem „Alter“ ist es so wie mit der „Jugend“: es gibt keine sich einheitlich konstituierende Lebensphase des Alterns. Die Gruppe der Alten ist sehr inhomogen und unterscheidet sich im selben Maße wie andere Lebensabschnitte nach dem sozialen Status, dem Einkommen, der Bildung, dem Geschlecht, der Herkunft und den zahlreichen „feinen Unterschieden“ (Pierre Bourdieu), mit denen sich soziale Gruppen voneinander abgrenzen.

Die Altersphase ist zu einer der längsten Phasen des Menschen in den OECD-Ländern geworden. Sie dauert vielfach länger als die Kindheit und die Jugend zusammen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt eine Klassifikation des Alters in „junge Alte“ (60-75 Jahre),„alte Alter“ (75-90 Jahre) und „Hochbetagte“ (90+ Jahre) vor. Die Lebenserwartung steigt weiter und soll laut Prognose der Statistik Austria (2008) im Jahr 2050 bei 85 (Männer) bzw. 89 Jahren (Frauen) liegen. Doch auch mit Blick auf die
Lebenserwartung entscheidet der soziale Status mit: je geringer das Einkommen und die Bildung eines Menschen, desto geringer seine Lebenserwartung. Mit geringerem Einkommen und geringerer Bildung steigt nicht nur das Sterberisiko,sondern auch die Dauer der gesundheitlichen Beeinträchtigung bzw. der Pflegebedürftigkeit. Menschen mit geringem sozialem Status haben im Alter weniger von Behinderung freie Jahre in Gesundheit zu erwarten als Menschen mit höherem sozialem Status.

 

Dokumente zu Altersarmut

 

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