Soziales EuropaStrategien und Entwicklungen in der EUBeim Ratstreffen im Jahr 2000 in Lissabon haben die Staatschefs aller EU-Mitgliedsländer versprochen, bis zum Jahr 2010 einen "entscheidenden Beitrag zur Beseitigung von Armut zu leisten". Armut in Europa. Zahlen und Fakten (2008) EU-2020-Strategie: Zukünftige Prioritäten sind entscheidendDerzeit wird an der Strategie für die zukünftige Ausrichtung der Politik der Europäischen Union gearbeitet. Einblicke in die in diesem Zusammenhang geführten Diskussionen und erste veröffentlichte Dokumente lassen befürchten, dass die bisherige Linie der 'Wachstums-und-Jobs'-Politik mit nur kosmetischen Korrekturen fortgeführt wird anstatt eine tatsächliche Politik des Sozialen zu planen und umzusetzen. Gemeinsam mit dem European Anti Poverty Network EAPN setzt sich die Armutskonferenz für eine soziale EU-2020-Strategie ein, die nicht zuletzt für die rund 80 Millionen Menschen die in der EU in Einkommensarmut leben, positive Veränderungen und eine deutliche Zunahme an Lebensqualität bringt. Lesen Sie hier die Stellungnahme der Armutskonferenz zur Konsultation rund um die EU-2020-Strategie.
2010 Europäisches Jahr der ArmutsbekämpfungGemeinsam ein soziales Europa gestalten Die Armutskonferenz wird 2010 verstärkt den direkten Dialog von Menschen mit Armutserfahrungen, EntscheidungsträgerInnen und der österreichischen Bevölkerung forcieren. Forumtheater "Kein Kies zum Kurven kratzen"Gemeinsam mit InterACT sind 30 Aufführungen des Forumtheaterstücks "Kein Kies zum Kurven kratzen RELOADED" geplant. Das Stück gibt Einblicke in die konkrete Realität von Menschen mit Armutserfahrungen in Österreich, regt Diskussionen an Bitte melden Sie sich, wenn Sie eine Aufführung in Ihrem Ort, Ihrer Region, Ihrer Organisation organisieren wollen. Smartmobs: "Es reicht. Für alle!"Mittels Smartmobs werden unter dem Motto "Es reicht. Für alle!" alle SympathisantInnen eingeladen, Verteilungsfragen an vielen Orten in Österreich zu thematisieren. MedienbeobachtungIn Medienworkshops werden Menschen mit Armutserfahrungen die laufende Medienberichterstattung zu Armutsfragen beobachten und analysieren und gemeinsam mit JournalistInnen Leitlinien für nicht-stigmatisierende Medienarbeit entwickeln. |

Das im Jahr 2000 von den Staatschefs gegebenen Versprechen, bis 2010 einen entscheidenden Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten, wurde verfehlt.