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Noch immer über 100 000 ohne Krankenversicherung!
Armutskonferenz schlägt vor: Reduzierung des
Krankenversicherungsbeitrags für Sozialhilfeempfänger. / Zu wenig
Augenmerk auf soziale Lebensbedingungen in Gesundheitspolitik: Studie über
Nichtversicherte bereits vor einenhalb Jahren präsentiert.
(13.12.05). Statt Beiträge auf Basis der Höchstbeitrags-grundlage
für Sozialhilfeempfänger schlägt die Armutskonferenz vor, einen
durchschnittlichen Krankenversicherungssatz festzusetzen. "Damit nicht
zehntausende Menschen, die in Armut leben, vom Bezug der e-card ausgeschlossen
werden.", so Sozialexperte Martin Schenk. Der durchschnittliche Beitrag
würde 150 Euro ausmachen. Die Kosten für die Versicherung von Menschen,
die jetzt von der e-card ausgeschlossen sind, würde sich damit für
die Länder verringern.", rechnet Schenk vor. "Und die soziale
Krankenversicherung käme ihrem Anspruch nach, eine Solidargemeinschaft
zu sein."
"Die Lücken im Krankenversicherungsschutz könnten durch die
Einbindung bedürftiger Nichtversicherter über die Sozialhilfe geschlossen
werden -oder gleich durch einen generellen Krankenversicherungsschutz für
alle.", argumentiert die Armutskonferenz, das österreichische Anti-Armutsnetzwerk.
"Das ist das Modell mit dem größten Erfassungsgrad."
"Beim Modell der Einbindung Nichtversicherter über die Sozialhilfe
müssten sämtliche Nichtversicherte einen Status als Selbstversicherte
in der Krankenhilfe erhalten. In einem Rahmenvertrag zwischen Gebietskrankenkassa
und Ländern mit Unterstützung des Bundes könnte so ein sofortiger
Versicherungsschutz vorgesehen werden.Die 6montige Wartefrist sollte fallen,
um Krankenversicherung im Bedarfsfall möglich zu machen.",
fordert Sozialexperte Schenk.
Die hohe Zahl Nicht-Krankenversicherter zeigt, dass der Almosencharakter
der Sozialhilfe keine Zukunft hat. Statt
Gnadenrecht braucht die Sozialhilfe eine moderne Orientierung an sozialen
Grundrechten, die für alle gelten und Existenzsicherung garantieren.
Die Studie über Nichtversicherte wurde übrigens vor genau einenhalb Jahren von der ARMUTSKONFERENZ präsentiert. "In der Gesundheitspolitik wird einfach zu wenig Augenmerk auf die sozialen Lebensbedingungen gelegt.", fordert Schenk Gesundheits- und Sozialministerium zu mehr Engagement auf. "Gemeinsam ist allen Nichtversicherten, dass sie geringes Einkommen haben, ein Drittel war schon öfters von fehlender Versicherung betroffen."
Zur Studie Nichtversicherte
in Österreich
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