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Anstieg manifester Armut von 398000 auf 492000 Personen
Armutskonferenz appelliert an Finanzminister, Blockade bei Mindestsicherung zu beenden.

(16.12.09). "Wie die Kosten der Krise verteilt werden, entscheidet über mehr oder weniger Armut in den nächsten Jahren", appelliert die Armutskonferenz an den Finanzminister "die Blockade bei der Mindestsicherung zu beenden". Seit den Neuverhandlungen durch das Finanzministerium im August droht in der anvisierten Sozialhilfereform eine Verschlechterung nach der anderen. "Angesichts des Anstiegs von 398000 auf 492000 Armutsbetroffenen wird die Verhinderung von Verelendung und Aussichtslosigkeit zu einer zentralen Frage des sozialen Zusammenhalts.", so Sozialexperte Martin Schenk. Die Armutskonfernz erinnert den Finanzminister daran, dass "44000 Kinder unter Sozialhilfebedingungen leben müssen und jede weitere Verschlechterung direkte Auswirkungen auf die betroffenen Familien hat".

"Wir können etwas tun“, so Sozialexperte Martin Schenk. „ Es gibt genügend Instrumente und Möglichkeiten im Vollzug der Sozialhilfe, in der Schule, beim Wohnen und mit sozialen Dienstleistungen gegenzusteuern. Armut ist kein Naturereignis, das es mit jeder neuen Statistik zu bestaunen gilt.“

Der Anstieg manifester Armut im Jahr 2008 führt die Arnutskonferenz unter anderem auf die Teuerungen bei Lebensmitteln und dem Komplex Wohnen/Heizen zurück. Die Indikatoren für Knappheit beim Essen und darin, sich Leute zu sich nach Hause einladen zu können, zeigen steigende Tendenz. Hier geht es auch um die Scham, sein Privatestes nach außen zu zeigen; um die Scham, das eigene Unglück, die kalte Wohnung, die schmalen Vorräte öffentlich zu machen, so Schenk abschließend.

pfeil Vorurteile, Irrtümer, Mythen zur aktuellen Sozialhilfe-Reform:
http://www.armutskonferenz.at/Vorurteile,%20Irrt%FCmer.pdf

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