ARMUTSKONFERENZ. AG Frauen und Armut
AG "Frauen und Armut" - Ziele, Aktionen und Mitarbeiterinnen
Frauen-Vor!-Konferenz
zur 7. Armutskonferenz
Frauenarmut:
Märchen und Wahrheit
Frauenarmut
in Österreich - Zahlen, Fakten, News
AG "Frauen und Armut"
Ziele, Aktionen und Mitarbeiterinnen
Wer arbeitet mit
Aktionen
Zielsetzungen
AG Frauen und Armut Selbstdarstellung als Infoblatt (pdf)
Seit wann es uns gibt
Die Arbeitsgruppe ist eine Themensektion der ARMUTSKONFERENZ. Ihre Gründung
erfolgte unmittelbar nach der 1. Österreichischen Armutskonferenz, die
im Herbst 1995 in Salzburg, St. Virgil stattgefunden hat.
Wer arbeitet mit
• Netzwerk der österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen
• Frauen beraten Frauen, Wien
• Österreichische Plattform für Alleinerziehende
• Katholische Frauenbewegung Österreich und Wien
• ÖGB-Frauenabteilung
• AK-Frauenabteilung
• Caritas Sozialberatung der Erzdiözese Wien
• AUGE-Alternative und Grüne Gewerkschafterinnen
• Katholische Sozialakademie Österreichs
• Volkshilfe Österreich
• Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
• ASB Schuldnerberatungen
• Aktion Leben
• strategische Partnerinnenschaft - NÖ Frauen- und Mädchenberatungsstellen und AMS NÖ
• Verein zur Förderung selbstbestimmter Arbeits- und Lebensverhältnisse
Dies ist die Liste jener Einrichtungen und Organisationen, die entweder seit der Gründung der Arbeitsgruppe oder im Laufe der Zeit mitgearbeitet haben. Die konkreten Frauen hinter dieser Institutionenliste finden sich bei den "Kontaktfrauen" am Ende des Textes.
Arbeitsweise und Struktur
In den ersten beiden Jahren, 1996 und 1997, traf sich die Arbeitsgruppe vierteljährlich zu vereinbarten Themenschwerpunkten, die unter Einbeziehung externer ReferentInnen diskutiert wurden.
Seit 1998 hat sich die Zusammenarbeit verstärkt. Die Gruppe trifft sich etwa alle zwei Monate und legt ein Schwergewicht auf Öffentlichkeitsarbeit (Stellungnahmen und Aktionen). Auf Initiative der Arbeitsgruppe hat am 20. Oktober 2000 am Vortag der 4. Armutskonferenz erstmals eine sogenannte Frauen-Vor-Konferenz unter Beteiligung von 50 Frauen aus ganz Österreich stattgefunden. Sie dient zu Vernetzung und Diskussion wichtiger Themen mit einem größeren Kreis von Frauen und ist seit damals ständiger Bestandteil der regelmäßig stattfindenden Armutskonferenzen (2003, 2005, 2008)
Die interne Kommunikation der Gruppe (Protokolle, Terminkoordination,....) wird von Dr.in Marion Breiter und Mag.a Margit Appel wahrgenommen. Die Gruppe hat nur jene Infrastruktur zur Verfügung, die den mitarbeitenden Frauen im Rahmen ihrer Organisationen zur Verfügung steht. Teilweise erfolgt das Engagement für die Anliegen der Frauenarbeitsgruppe auf ehrenamtlicher Basis.
- "Vom Sparpaket zum Frauen-Weltspartag" - unter diesem Motto fand am 15. Oktober 1998 am Ballhausplatz in Wien eine viel beachtete Protestaktion der AG Frauen und Armut statt. Frauen überreichten Geschenke an die "Sparefrohs" der damaligen Bundesregierung und präsentierten ihre Forderungen zur Bekämpfung von Frauen-Armut.
- "Antrag abgelehnt!" - bei dieser
Aktion im Juni 1999 vor dem Arbeitsmarktservice für Angestellte im
dritten Wiener Gemeindebezirk ging es um die Frauenerfahrungen mit dem Anspruch
auf Arbeitslosengeld und Notstandshilfe. Parallel zur Verteilung von Informationsmaterial
an AMS-KlientInnen und PassantInnen wurde eine Resolution an die Bundesregierung
und an die Sozialpartner verschickt.
Geschenke standen auch im Zentrum der "Weihnachtsfrauenaktion" im Dezember 1999 auf der Mariahilferstraße in Wien. Diesmal wurden keine PolitikerInnen sondern die einkaufenden Menschen beschenkt: Frauen mit Schokolademünzen und Männer mit Kochrezepten (im Hinblick auf eine Umverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit) - Ein öffentliches "Expertinnen-Hearing" am 8.März 2000 analysierte die Auswirkungen des damals neu vorgelegten Regierungsprogramms der ÖVP-FPÖ-Koalition auf Frauen und ihre Lebensbedingungen.
- Für den Zeitraum 23.-25. Februar 2001 organisierte die
Frauenarmutsgruppe - auf Initiative von Michaela Moser - eine Tagung
des Europäischen Netzwerks gegen Armut und Ausgrenzung (eapn)
in Wien mit dem Titel: A social Europe - for women as well? Inhalte dieses
Zusammentreffens waren die Analyse der negativen Effekte von Veränderungen
europäischer sozialstaatlicher Systeme auf Frauen sowie die systemimmanenten
Geschlechter-Ungleichheiten europäischer wohlfahrtsstaatlicher Politiken
und Institutionen.
Eine Dokumentation der Tagung ist in englischer und französischer Sprache in der Rubrik "Publications" auf der Website des EAPN zu finden.
http://www.eapn.org - Unter dem Titel "Wie Frauen arm gemacht werden!" fand am 12.Oktober 2001 in Wien ein erstes sozialpolitisches Frauenfrühstück - als Auftakt zur 3.Österreichischen Aktionswoche gegen Armut und Ausgrenzung - statt.
- Um Wege zu einer gendergerechten Geldverteilung ging es bei
der Tagung "Von Pechmarie zu Cashmary?!" am 26.April
2002 in Wien. Bei dieser gemeinsam von der Frauenarmutsgruppe und dem Verein
"Frauen beraten Frauen" durchgeführten Veranstaltung wurden
die Instrumente Gender Mainstreaming und Erstellung von geschlechtergerechten
Budgets ebenso angesprochen, wie Chancen und Probleme im Fundraising für
Frauenorganisationen.
Mit einem sozialpolitischem Frauenfrühstück zum Thema
Ausgehungert! wurde am 11. März 2003 auf die Notwendigkeit existenzsichernder Mindesstandards für Frauen hingewiesen, sowie verbesserte Arbeitsmarktpolitik und ein geschlechtergerechtes Budget gefordert.
Mehr zu "Ausgehungert"
- Auf die drastischen Pensionskürzungen der Regierung,
die zu einer Zunahme von Frauenarmut führen werden, reagiert die Arbeitsgruppe
im Mai 2003 mit einer eigenen
Muttertagsaktion. In einer Straßenaktion wurden PassantInnen durch eine sehr spezielle Muttertagstorte auf die zu erwartenden Auswirkungen aufmerksam gemacht. - Über Märchen und Wahrheit zum Thema Frauenarmut
wurden sowohl auf Weihnachtsmärkten (Dezember 2003)
als auch am Internationalen Frauentag (März 2004)
Informationsaktionen durchgeführt.
In der Veranstaltung „Negativsteuer und Steuergerechtigkeit" erhielten am 13.1.2005 Interessierte, Beraterinnen und Multiplikatorinnen wichtige Informationen über Negativsteuer und Verteilungsgerechtigkeit.
Flugblatt "Märchen und Wahrheit"
- In der Veranstaltung „Negativsteuer und Steuergerechtigkeit" erhielten am 13.1.2005 Interessierte, Beraterinnen und Multiplikatorinnen wichtige Informationen über Negativsteuer und Verteilungsgerechtigkeit.
- Bei einem weiteren sozialpolitischen Frauenfrühstück wurde im März 2005 das Buch „Wege aus der Frauenarmut“ von Karin Heitzmann und Angelika Schmidt durch die beiden Herausgeberinnen, sowie die Mitautorinnen Margit Appel und Michaela Moser präsentiert.
Mehr zu "Wege aus der Frauenarmut"
- In der Frauen-Vor!-Konferenz zur 6. Österreichischen Armutskonferenz im Oktober 2005 wurde „Steuergerechtigkeit“ thematisiert. Darüber hinaus wurden auch Forderungen zur einer veränderten Arbeitsmarkt- und Arbeitszeitpolitik erarbeitet.
- 2006 unterstützte die Arbeitsgruppe eine Aktion der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende für eine Verbesserung der Unterhaltsvorschuss-Regelung.
- Eine von der Gruppe initiierte Briefaktion und Öffentlichkeitsarbeit zur drohenden Kürzung des Kinderbetreuungsgeldes für Migrantinnen im Herbst 2006 war erfolgreich. Der problematische Erlass wurde wieder entschärft.
- Zum Frauentag 2007 wurde eine Aktion zum Thema „Märchen und Wahrheit über Migrantinnen in Österreich“ organisiert.
Flugblatt "Märchen und Wahrheit über Migrantinnen"
Zielsetzungen
Die Arbeitsgruppe hat sich folgende Aufgaben gestellt:
- Erfahrungsaustausch über die jeweils aktuellen Entwicklungen in der österreichischen Familien-, Frauen-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.
- Strategieentwicklung zur Vermeidung und Bekämpfung von Frauenarmut
- Öffentlichkeitsarbeit in Form von Informationsarbeit, Medienarbeit und Aktionen
- Begleitung der Arbeit der Armutskonferenz (Österreichisches Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung) unter dem Gesichtspunkt geschlechtsspezifischer Schwerpunktsetzungen und Vertretung im Koordinationsteam
- Vernetzung mit der europäischen Ebene über die Mitarbeit im EAPN (European Anti-Poverty-Network)
- Weitere Vernetzungsaktivitäten
Kontakt:
Michaela Moser (Öffentlichkeitsarbeit):
E-mail: michaela.moser@armutskonferenz.at
Marion Breiter(Koordination),
Netzwerk Österr. Frauen- und Mädchenberatungsstellen
Margit
Appel, ksoe – Katholische Sozialakademie Österreich
Ingrid
Piringer, Plattform für Alleinerziehende
Sylvia
Ledwinka, ÖGB-Frauenabteilung
Isabella
Ehart, Katholische Frauenbewegung Österreich
Traude
Novy, Katholische Frauenbewegung Wien
Klaudia
Paiha, AUGE - Alternative und Gruene GewerkschafterInnen/UG
Sybille
Pirklbauer, AK - Frauenabteilung
Andrea
Abedi, Caritas Familienzentrum
Michaela
Krenn, Volkshilfe Wien
Sandra
Messner, Mitarbeiterin eines Wiener Frauenhauses
Katja
Russo, frauen beraten frauen wien

